Aktienmarkt in Aufruhr: Der Krieg ist nicht das einzige Risiko – was jetzt kommt

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Die Aktienkurse im Blick.
© gopixa / iStock / Getty Images Plus / Getty Images www.gettyimages.de
Nachdem Anleger ihre US-Aktienbestände reduziert haben, erwartet Goldman Sachs eine Erholung. Doch in der kommenden Berichtssaison entscheidet sich, ob der Markt die geopolitischen Risiken überstehen wird.
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Wie Bloomberg berichtet, dürfte nun vor allem die Berichtssaison zum ersten Quartal ab Mitte April darüber entscheiden, ob sich die Stimmung stabilisiert oder weiter eintrübt. Dann dürfte sich zeigen, wie stark der Krieg im Nahen Osten auf Ausblick, Lieferketten und Margen der Unternehmen durchschlägt.

Goldman rechnet dem Bericht zufolge für den S&P 500 in diesem Jahr weiter mit einem soliden Gewinnwachstum von 12 Prozent, solange es nicht zu einer schweren und lang anhaltenden Störung kommt.

Rückenwind erwarten die Strategen weiterhin von den KI-Investitionen. Außerhalb des Technologiesektors rückt für sie aber eine andere Frage in den Mittelpunkt: Wie stark belasten höhere Energiepreise und mögliche Störungen der Lieferketten die Unternehmensgewinne.

Gerade deshalb dürften in den kommenden Wochen weniger die nackten Quartalszahlen zählen als der Blick nach vorn. Laut Seeking Alpha haben Unternehmen, die bereits früh berichtet haben, ordentliche Ergebnisse vorgelegt. Das habe Analysten dazu veranlasst, ihre Schätzungen für den Gewinn je Aktie im Jahr 2026 bei vielen Indexmitgliedern anzuheben.

Werte aus dem Artikel:
S&P 500 7.532,17 -0,39%

Gleichzeitig signalisiert der Stimmungsindikator von Goldman Sachs die niedrigste Marktstimmung seit August vergangenen Jahres. Die Positionierung sei auf dem aktuellen Niveau aber noch "unzureichend, um den Markt ohne eine Verbesserung der fundamentalen Aussichten nach oben zu treiben".

Dass die Nervosität hoch bleibt, zeigt auch der breitere Markt. Reuters berichtete zuletzt, dass die Sorgen über den Krieg im Nahen Osten die großen US-Indizes bereits deutlich belastet haben. Einige Marktbeobachter seien irritiert, weil der Abschwung bislang vergleichsweise langsam und geordnet verlaufe.

Genau das macht die anstehende Berichtssaison nun so wichtig. Sie könnte entscheiden, ob die Wall Street den Schock verdaut oder ob die nächste Verkaufswelle erst noch bevorsteht.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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