- Bayer hat ein Kursziel von 40,50 Euro.
- Ein Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar steht aus.
- Die Bayer-Aktie könnte auf 30 Euro fallen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Julian Schick Bayer steuert auf wenige entscheidende Wochen zu, die über die Kursrichtung der Aktie maßgeblich mitbestimmen dürften. Die Analysten von Berenberg haben ihr Kursziel für den Leverkusener Konzern leicht angehoben, von 40 auf 40,50 Euro, und bleiben bei ihrer Hold-Empfehlung.
Der Grund für die Zurückhaltung trotz besserer operativer Zahlen: Der juristische Schwebezustand rund um Glyphosat ist weiterhin ungelöst und dürfte den Kurs in den kommenden Wochen stärker bewegen als das Tagesgeschäft.
Im Zentrum steht der von Bayer (Bayer Aktie) vorgeschlagene Vergleich über 7,25 Milliarden US-Dollar zur Beilegung tausender Glyphosat-Klagen in den USA. Eigentlich sollte bis Anfang Juni klar sein, ob die Klägerseite diesem Deal zustimmt. Doch die Entscheidung verzögert sich, unter anderem weil die Vergleichsverwaltung erst prüfen muss, welche Opt-outs gültig sind, und weil ein Sammelklage-Verfahren möglicherweise von Missouri nach Kalifornien verlagert wird.
Genau dort könnte Richter Vince Chhabria die Aufsicht übernehmen, ein Name, der bei Bayer Unbehagen auslöst. Im April hatte er den Vergleich öffentlich als "filthy deal" bezeichnet und galt schon 2021 als einer der Gründe, warum frühere Vergleichsgespräche scheiterten.
Parallel dazu wartet der Markt auf ein Urteil des US-Supreme Court im sogenannten Durnell-Fall, das laut Berenberg noch vor Ende Juli fallen dürfte. Die Analysten taxieren die Siegchance für Bayer auf 60 zu 40, ein Verhältnis, das kaum beruhigender ist als eine Münzwurf-Wette. Fällt das Urteil zugunsten von Bayer, sehen die Experten Potenzial für einen Anstieg in Richtung der mittleren bis oberen 40er-Euro-Bereich. Geht der Prozess verloren, könnte die Aktie laut Berenberg auf eine Unterstützung bei etwa 30 Euro zurückfallen.
Operativ läuft es bei Bayer dagegen vergleichsweise unspektakulär weiter. Im Pharmabereich setzt sich die langsame Erholung trotz auslaufendem Patentschutz für Xarelto und Eylea fort, gestützt von höheren Margen und einem günstigeren Wechselkursumfeld.
In der Landwirtschaftssparte bremsen hohe Lagerbestände nach starken Ernten der vergangenen Jahre die erhoffte Preisrallye bei Agrarrohstoffen, während Konkurrent Corteva im Lizenzgeschäft zunehmend Druck macht. Die Gewinnschätzungen für 2026 bis 2028 haben sich laut Berenberg über die vergangenen anderthalb Jahre kaum verändert, kurzfristig dürften nicht die Geschäftszahlen, sondern die Gerichte über den Kurs entscheiden.
Bei der Bewertung notiert Bayer derzeit auf einem ähnlichen Niveau wie der französische Pharmakonzern Sanofi, mit einem geschätzten Verhältnis von Unternehmenswert zu Betriebsgewinn von rund 7 für 2026, herausgerechnet sind dabei knapp 5,2 Milliarden Euro, die für künftige Rechtsrisiken zurückgestellt wurden.
Autor: Julian Schick
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
|
5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
|
5
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10
|
20
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