Nur noch 33 % für Trump: Was droht der Börse, wenn der US-Kongress nach den US-Zwischenwahlen kippt?

Nicolas Ebert Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.

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Donald Trump bei einer Wahlkampfveranstaltung in Detroit, Michigan (22. Juni 2024)
©Gage Skidmore CC2
Trump steckt im Umfragetief, die Demokraten greifen nach dem Kongress. Doch eine Statistik lässt Anlegerinnen und Anleger aufhorchen: 19 Wahlen, 19 Mal Plus. Was das und der 3. November für Ihr Depot bedeuten.
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Am 3. November wählen die Vereinigten Staaten einen neuen Kongress. Für US-Präsident Donald Trump wird die Zwischenwahl zum Stimmungstest. Die Vorzeichen sind düster. In einer Ipsos-Umfrage für ABC und die Washington Post billigen nur noch 33 Prozent seine Amtsführung. Zur Halbzeit seiner ersten Amtszeit im Oktober 2018 waren es noch 41 Prozent.

An den Prognosemärkten Kalshi und Polymarket gilt ein Machtwechsel im Repräsentantenhaus mit rund 91 Prozent als nahezu sicher, im Senat mit rund 66 Prozent als wahrscheinlich.

Zur Wahl stehen alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und 35 der 100 Senatssitze. Bisher halten Trumps Republikaner beide Kammern. Im Repräsentantenhaus führen sie mit 218 zu 214 Sitzen, im Senat mit 53 zu 47. Die Demokraten brauchen jeweils vier zusätzliche Mandate. Selbst in republikanischen Hochburgen wie Texas, Ohio und Kansas wackeln Senatssitze.

Wahlkampf: Der Benzinpreis regiert

Das beherrschende Thema heißt Erschwinglichkeit. Eine Gallone Normalbenzin kostet im Schnitt rund 4,30 US-Dollar. Vor Beginn des Iran-Kriegs im Februar waren es 2,98 US-Dollar. Die Inflation liegt bei 3,7 Prozent. Am letzten Amtstag von Joe Biden waren es 3,0 Prozent.

Trump behauptet dagegen, sie liege bei 1,7 oder 1,8 Prozent. Zwar wuchs die Wirtschaft im zweiten Quartal auf das Jahr hochgerechnet um 2,2 Prozent. Doch den Schwung liefern vor allem Rechenzentren und Gutverdiener.

Machtwechsel: Ende des Durchregierens

Verliert Trump eine Kammer, wird das Regieren mühsam. Seit seinem zweiten Amtsantritt hat er rund 289 Dekrete erlassen, in seiner gesamten ersten Amtszeit waren es 220. Eine demokratische Mehrheit könnte den Haushalt blockieren, Personalentscheidungen verhindern und Untersuchungsausschüsse einsetzen.

Börse: Zwischenwahlen als Kurstreiber

Für Anlegerinnen und Anleger macht die Geschichte Mut. Seit 1950 lag der S&P 500 zwölf Monate nach jeder der 19 Zwischenwahlen im Plus, im Schnitt um rund 15 Prozent.

Fazit

Ein demokratisches Repräsentantenhaus gilt als ausgemacht. Für Unruhe würde eher ein Überraschungssieg der Republikaner sorgen. Ein geteilter Kongress macht große Gesetzesvorhaben unwahrscheinlicher, und die Statistik spricht für steigende Kurse nach der Wahl. Teures Benzin und eine Inflation von 3,7 Prozent bleiben aber Risiken, die keine Wahl über Nacht löst.



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