Hoffnung auf Vorteile in Indien
Indien sei Gewinner der Spannungen, heißt es in der Studie, für die im Frühjahr 97 Unternehmen befragt wurden. Demnach erwartet jedes zweite (50 Prozent), dass die Rivalität zwischen den USA und China positive Folgen für ihr Geschäft in Indien hat. Nur knapp jeder fünfte Befragte (18 Prozent) fürchtet negative Effekte auf das eigene Indien-Geschäft - etwa durch Handelsbarrieren.
"Indien ist nicht primär im Fokus der US-Zölle und nicht betroffen von den Gegenzöllen Chinas", sagt Andreas Glunz, Bereichsvorstand International Business bei KPMG. Zudem sei zu erwarten, dass innerhalb Asiens Indien mit niedrigeren US-Zöllen belegt werde und damit relative Vorteile genieße.
Angst vor dem China-Effekt
Zwar sind die Unternehmen optimistisch für ihr Geschäft in Indien, zugleich fürchten 47 Prozent, dass indische Firmen ihnen auf Fünfjahressicht überlegen sein könnten. Bei einer Befragung im Vorjahr gaben das erst 25 Prozent an.
"Deutsche Unternehmen befürchten, dass sich der China-Effekt in Indien wiederholen könnte: Mittelfristig glauben sie, dass ihnen hier neue ernstzunehmende Konkurrenz erwächst - nicht nur in Indien und Asien, sondern auf dem Weltmarkt", sagt Glunz. Investitionen in Indien stünden daher hoch im Kurs.
Laut der Umfrage will mehr als die Hälfte der Befragten (56 Prozent) das Land bis 2030 als Produktionsstandort für den regionalen Markt nutzen. Für 68 Prozent zähle Indien zu den fünf wichtigsten Märkten./als/DP/zb
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