Trump hatte den amtierenden Fed-Vorsitzenden Powell zuletzt mehrfach scharf kritisiert, übel beschimpft und vehement eine Zinssenkung gefordert. Seit dem vergangenen Dezember liegt der Leitzins in den USA unverändert in der Spanne zwischen 4,25 Prozent und 4,50 Prozent. Zuletzt hatte die Notenbank Mitte des Monats den Leitzins in dieser Spanne belassen.
Wie die Zeitung weiter berichtet, habe Trump den ehemaligen Fed-Gouverneur Kevin Warsh und den Direktor des National Economic Council Kevin Hassett als Kandidaten im Auge. Finanzminister Scott Bessent könnte Trump demnach ebenfalls vorgeschlagen. "Weitere Anwärter sind der ehemalige Weltbankpräsident David Malpass und Fed-Gouverneur Christopher Waller", heißt es weiter in dem Bericht.
Die Amtszeit von Powell endet im Mai 2026. Sollte der US-Präsident tatsächlich bereits im Herbst eine Nachfolgeregelung treffen "steigt die Gefahr, dass Powell in seinen letzten Monaten als Fed-Chef zur 'lahmen Ente' wird", sagte Devisenexperte Michael Pfister von der Commerzbank (Commerzbank Aktie). "Und damit steigt auch die Gefahr, dass wir frühere Zinssenkungen sehen."
Am Devisenmarkt litt der US-Dollar unter der Spekulation, dass die Zinsen in den USA früher als bisher gedacht sinken könnten. Am Morgen stand der Dollar (Dollarkurs) im Handel mit allen anderen wichtigen Währungen unter Druck. Im Gegenzug konnte der Euro zeitweise bis auf 1,1717 Dollar zulegen und damit auf den höchsten Stand seit September 2021./jkr/stk
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