Unternehmen beklagen hohe Energiepreise und Lohnnebenkosten
Hohe Energiepreise und Lohnnebenkosten werden von den Unternehmen immer wieder als Hemmnis für die Entwicklung der Wirtschaft in Deutschland benannt. Erst vor wenigen Wochen kündigte der US-Chemiekonzern Dow an, Teile seiner Anlagen in Böhlen (Sachsen) und Schkopau (Sachsen-Anhalt) in den kommenden Jahren zu schließen.
"Ich glaube, Europa muss noch stärker bewusst werden, wie wichtig die chemische Industrie für den Kontinent und für unser Land ist", sagte Reiche. Dabei gehe es auch darum, Abhängigkeiten von anderen Ländern zu vermeiden, sagte Sachsen-Anhalts Ministerpräsident Reiner Haseloff (CDU). Es brauche daher besondere Rahmenbedingungen, um die chemische Industrie zu stützen, bei allen Problemen, die es in der Industrie gerade am Standort Deutschland gebe.
Neue Bioraffinerie entsteht in Leuna
Die Politiker besuchten bei ihrem Treffen unter anderem die Bioraffinerie des finnischen Unternehmens UPM. Es sei die größte Chemieinvestition, die es derzeit überhaupt in Europa gebe, sagte Haseloff. Mehr als eine Milliarde Euro werde am Standort Leuna investiert. Statt aus fossilen Rohstoffen sollen in der neuen Bioraffinerie chemische Stoffe aus Holz hergestellt werden, die dann von der Industrie weiterverwendet werden können.
Der Chemiepark Leuna ist nach eigenen Angaben der größte geschlossene Chemiestandort in Deutschland. Rund 15.000 Menschen arbeiten hier./sus/DP/jha
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.