Weitere Anklage gegen Investor René Benko

dpa-AFX  | 
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Ein Richterhammer (Symbolbild).
- pexels.com

WIEN (dpa-AFX) - Der österreichische Investor und Ex-Milliardär René Benko muss sich vor Gericht voraussichtlich einem weiteren Verfahren stellen. Die Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) erhob im Signa-Komplex Anklage beim Landesgericht Innsbruck wegen schweren Betrugs und Schädigung von Gläubigerinteressen. Die Anklage ist noch nicht rechtskräftig.

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Die Staatsanwaltschaft wirft Benko vor, im Zusammenhang mit einer Garantieerklärung gegenüber einem Investor eine Privatstiftung um fünf Millionen Euro geschädigt zu haben. Außerdem soll der 49-Jährige, der seit 18 Monaten in Untersuchungshaft sitzt, bei seiner Insolvenz als Einzelunternehmer den Besitz eines Jagdgewehrs im Wert von 80.000 Euro verborgen haben. Damit seien die Interessen von Gläubigern geschädigt worden.

Benko hat in seinen bisherigen Verfahren alle Vorwürfe bestritten.

Bislang zwei Verurteilungen

Der ehemalige Milliardär ist bereits in zwei ähnlichen Prozessen verurteilt worden. Die Urteile sind aber noch nicht rechtskräftig. Im Oktober 2025 erhielt er eine zweijährige Haftstrafe. Im Dezember vergangenen Jahres wurde er erneut wegen Schädigung seiner Gläubiger verurteilt. Dafür gab es eine Bewährungsstrafe von 15 Monaten sowie eine Geldstrafe.

Im umfangreichen Signa-Komplex verdächtigt Österreichs Wirtschafts- und Korruptionsstaatsanwaltschaft (WKStA) den einst sehr angesehenen Geschäftsmann des Betrugs, der Untreue und des Bankrotts. Weitere Anklagen könnten folgen.

Benko hatte mit seinem verschachtelten Immobilien- und Handelsimperium Signa rund 20 Jahre lang ein Milliarden-Vermögen aufgebaut. Steigende Zinsen und Baukosten, sowie risikoreiche Zukäufe wie die der deutschen Warenhauskonzerne Karstadt und Kaufhof trieben die Signa in die Insolvenz./mrd/DP/men



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