- Krispy Kebab klagt gegen KFC wegen Markenrechten.
- Kolcu gründete die Dönerkette 2017 in Bielefeld.
- KFC bietet ein Produkt namens Krispy Kebab an.
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Auffällig sei, dass KFC sein Produkt mit K schreibe und nicht mit C als "Crispy", wie es KFC bei anderen Gerichten getan habe. Er habe KFC aufgefordert, das zu unterlassen. Sollte das nicht geschehen, werde er klagen. Er habe sich "Krispy Kebab" markenrechtlich schützen lassen.
Kurios ist zudem ein Werbevideo von KFC, in dem der neue KFC-Döner zur Musik des Prinzen-Songs "Alles nur geklaut" vorgestellt wird. Kebab gebe es schon ganz lange und nun endlich auch bei KFC, wird in dem Lied gesungen. Dönerbuden-Betreiber Kolcu stößt dieses Werbevideo sauer auf - nach seinem Verständnis ist der Name des KFC-Gerichts tatsächlich "geklaut".
Bloß kein "Beef"
KFC Deutschland teilt hingegen mit, dass man einen "vermeintlich frechen Klau" nicht im Sinn gehabt habe. "Der Produktname ist im Zuge einer internationalen Entwicklung entstanden und wird in vielen europäischen Märkten verwendet", teilt das Unternehmen mit. "Klar ist trotzdem: Wir wollen keinen Beef - unser Fokus liegt bekanntlich auf Chicken." Das englische Wort Beef heißt Rindfleisch, außerdem bedeutet es umgangssprachlich "Streit".
Kolcu hat Krispy Kebab 2017 gegründet, die Firma betreibt zwei Dönerläden in Bielefeld. Außerdem gibt es noch 15 weitere Krispy-Kebab-Standorte, die von Franchisenehmern betrieben werden. "Die Franchisepartner haben für den Markennamen bezahlt und es gilt Gebietsschutz, dass es bei Ihnen sonst keinen anderen Krispy Kebab gibt", sagt der 29-jährige Unternehmer. "Ich habe vor neun Jahren den Namen geschützt, damit keine Nachahmer kommen und mir den Namen sozusagen wegnehmen."
Der Dönerketten-Chef befürchtet Umsatzverluste. Die Kundschaft drohe nun teilweise bei KFC zu landen - in der Annahme, dass es bei KFC eben jenen Krispy Kebab gebe wie bei der Dönerkette. "Die Kunden sind irritiert und fragen, ob wir mit KFC kooperieren." Dem sei aber nicht so. Für so eine Kooperation zeigte sich Kolcu grundsätzlich offen. Man könne den "Krispy Kebab" ja zusammen machen, "mit einer Soße von uns oder so".
Ein erstes Gespräch zwischen beiden Parteien verlief am Montag nach Angaben von Krispy-Kebab-Chef Kolcu ohne Ergebnis. "Die haben versucht, uns mit Gutscheinen abzuspeisen." Man habe noch keinen gemeinsamen Nenner gefunden, so der Firmengründer. Von KFC hieß es: "Mal schauen, was hier noch gemeinsam möglich ist."/wdw/DP/nas
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