Gebildete sind mobiler
Menschen, die in ihr Herkunftsland zurückkehren wollen, nennen demnach häufig soziale Faktoren wie die Bedeutung von Partnern, Angehörigen und Freunden. Bei Befragten, die in ein anderes Land als ihr Herkunftsland weiterziehen wollen, spielen auch berufliche Motive und die wirtschaftliche Lage im Zielland eine Rolle.
Generell denken gerade Befragte, die für Arbeit oder Ausbildung gekommen sind, besser gebildet, wirtschaftlich erfolgreicher sind und besser Deutsch können, besonderes häufig über eine Ausreise nach - also gerade jene, die Deutschland als Fachkräfte besonders benötigt, so das IAB.
"Wenn Deutschlands Arbeitsmarkt weiter funktionieren soll, brauchen wir Fach- und Arbeitskräfte aus Drittstaaten", sagte Vanessa Ahuja, Vorständin für das internationale Geschäft der Bundesagentur für Arbeit. "Dafür braucht es konsequenten Bürokratieabbau, Digitalisierung, schlankere Anerkennungsprozesse sowie eine breite und ehrliche gesellschaftliche Akzeptanz."
Ein Viertel denkt über Auswanderung nach
Der Befragung zufolge denkt rund ein Viertel (26 Prozent) der Eingewanderten darüber nach, Deutschland zu verlassen. Konkrete Auswanderungspläne haben 3 Prozent.
Die Studie beruht auf einer Online-Befragung unter 50.000 im Ausland geborenen und nach Deutschland eingewanderten Menschen im Alter zwischen 18 und 65 Jahren. Ausgeklammert sind dabei die meisten Asylsuchenden, die noch keinen anerkannten Aufenthaltsstatus in Deutschland haben./hrz/DP/jha
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