Waldbrand am Gardasee: Mehr als 200 Menschen evakuiert

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 284
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Ein Feuerwehrmann beim Löschen eines Waldbrandes (Symbolbild).
- © pixabay.com

TIGNALE (dpa-AFX) - Wegen eines großen Waldbrands am Gardasee in Oberitalien sind mehr als 200 Menschen evakuiert worden, darunter zahlreiche Urlauber. Sie durften Stunden später zurückkehren. Das Feuer wütete nach Angaben der Feuerwehr auf dem Gebiet der Gemeinde Tignale am Westufer von Italiens größtem See. Vorsichtshalber mussten sich auch mehrere Dutzend Urlauber, die in einer Ferienanlage untergebracht waren, in Sicherheit bringen. Auch mehrere Ferienhäuser wurden geräumt. Im Laufe des Samstags konnten Touristen und Anwohner wieder zurück.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Der Brand in den Bergen oberhalb des Ufers breitete sich nach Angaben der Feuerwehr am Freitagabend sowie in der Nacht rasant aus, begünstigt durch die Trockenheit der vergangenen Wochen. Auch am Vormittag waren noch zahlreiche Einsatzkräfte bemüht, das Feuer unter Kontrolle zu bringen - zunächst allerdings ohne Erfolg. "Derzeit konzentrieren sich die Arbeiten auf die Eindämmung der Feuerfronten und den Schutz einiger Wohnhäuser", hieß es.

Hitzewelle in Italien soll noch Tage dauern

Der Gardasee gehört zu Italiens beliebtesten Urlaubsregionen. Jetzt im Sommer verbringen dort auch zahlreiche Touristen aus Deutschland ihre Ferien. Die Feuerwehr war mit Löschflugzeugen und Hubschraubern im Einsatz. In dem Gebiet oberhalb des Gardasees gibt es viel Nadelwald, der besonders trocken ist - Bedingungen, die die Ausbreitung von Feuer begünstigen und Löscharbeiten erschweren.

In derselben Gegend hatte es nach einem Bericht der Regionalzeitung "Giornale di Brecia" in den vergangenen Jahren schon mehrfach schwer gebrannt. Der Bürgermeister von Tignale, Daniele Bonassi, sagte dem Blatt: "Die Trockenheit der vergangenen Wochen hat die Situation zusätzlich erschwert und einen fruchtbaren Boden für die Ausbreitung der Flammen geschaffen."

Hitzewelle in Italien dauert an

Italien leidet seit Wochen von Nord bis Süd unter einer Hitzewelle mit Temperaturen von teils mehr als 40 Grad. Auch in mehreren anderen Regionen kam es zuletzt zu Waldbränden - allerdings nicht in dem Ausmaß wie in Frankreich, Spanien und Griechenland. In fast allen italienischen Großstädten gilt wegen akuter Gesundheitsgefahren für die Bevölkerung aktuell Alarmstufe Rot. Der größte Fluss des Landes, der Po, führt nur noch wenig Wasser. Bis Mitte des Monats sollen die Temperaturen so bleiben./cs/DP/mis



Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend