- Johann Wadephul fordert mehr Deutsche in UN-Spitzenposten.
- Niels Annen wurde 2024 für den UNHCR-Chef nominiert.
- USA ziehen sich aus 66 internationalen Organisationen zurück.
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Die personelle Vertretung Deutschlands sei aber keine Bedingung für eine Beteiligung in den UN, sagte Wadephul. Wenn man eine selbstbestimmte UN wolle, "muss man auch akzeptieren, wenn dort Entscheidungen getroffen werden, die uns nicht gefallen". Aber für die Zukunft müsse klar sein "Deutschland will seinen Platz auch am Tisch der Vereinten Nationen haben. Und dazu gehören Personen genauso, wie wir uns freuen würden, wenn UN-Organisationen eine Verlagerung nach Bonn in Betracht ziehen."
Guterres kenne Deutschland sehr gut, sagte Wadephul. "Bei ihm haben wir mit Sicherheit ein offenes Ohr, aber ich bin auch ganz zuversichtlich, bei vielen anderen auch." Deutschland sei immer bereit, Verantwortung zu übernehmen, sagte der Minister und erinnerte an die vergebliche deutsche Kandidatur für den Chefposten beim UN-Flüchtlingshilfswerk UNHCR.
Die Bundesregierung hatte 2024 den SPD-Außen- und Entwicklungspolitiker Niels Annen für das Amt des UN-Hochkommissars für Flüchtlinge nominiert. Bei der Wahl in der UN-Vollversammlung war Annen gescheitert. Er ist seit 2025 Staatssekretär im Entwicklungsministerium. Mitte Dezember wurde der ehemalige irakische Staatspräsident Barham Salih als Nachfolger des Italieners Filippo Grandi als UNHCR-Chef in Genf ernannt. Das Hilfswerk unterstützt weltweit Millionen Menschen, die wegen Verfolgung in ihrem Heimatland ins Ausland geflohen sind.
Kritik am Rückzug der USA auf zahlreichen UN-Organisationen
Wadephul war für das Treffen mit Guterres nach einem Gespräch mit US-Außenminister Marco Rubio in Washington extra stundenlang mit dem Zug nach New York gereist. Hintergrund war auch die US-Ankündigung, sich aus 66 internationalen Organisationen zurückzuziehen, darunter zahlreiche UN-Organisationen. Wadephul kritisierte diesen Schritt erneut. Der Austritt wird damit begründet, dass diese nicht mit den Interessen der USA vereinbar seien. Bei vielen Organisationen geht es um Umwelt und Klima, Bildung, Demokratie, Geschlechtergerechtigkeit, Zivilgesellschaft und Rechtsstaatlichkeit./bk/DP/zb
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