VW erwägt Ducati-Verkauf: Steht Piëchs Motorradmarke vor dem Abschied?

Ferdinand Hammer Ferdinand Hammer
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Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.

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ARCHIV - 26.08.2026, Niedersachsen, Emden: Eine Rote-Flagge weht vorm VW Logo in Emden. (zu dpa: «Jaguar Land Rover muss sparen: 4.000 Stellen fallen weg») Foto: Lars Penning/dpa +++ dpa-Bildfunk +++
Lars Penning - dpa
Volkswagen könnte sich von Ducati trennen. Der geschätzte Wert liegt bei rund 1,25 Milliarden Euro. Ein Verkauf würde auch ein besonderes Kapitel der Familiengeschichte Porsche-Piëch berühren.
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Ducati steht bei Volkswagen auf dem Prüfstand. Laut Audi-Chef Gernot Döllner zählt der Motorradhersteller zu den 600 Unternehmen, die der Konzern aktuell überprüft. Insgesamt gehören 2.000 Unternehmen zur Gruppe. Laut Bloomberg steht dabei auch ein Verkauf der Marke Ducati zur Debatte. Eine entgültige Entscheidung gibt es bislang nicht.

Hintergrund ist ein umfassender Konzernumbau. Der Aufsichtsrat genehmigte in der vergangenen Woche Pläne, das Portfolio aus Unternehmen und Beteiligungen um rund ein Drittel zu reduzieren. Damit will Europas größter Autobauer seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern.

Welchen Wert Ducati haben könnte, hat Michael Dean von Bloomberg Intelligence anhand vergleichbarer Unternehmen ermittelt. Der Analyst kommt auf rund 1,25 Milliarden Euro.

Für die Eigentümerfamilie Porsche-Piëch wäre eine Trennung von Ducati symbolträchtig. Ferdinand Piëch setzte sich 2012 persönlich dafür ein, dass Audi Ducati übernimmt. Später gehörte er dem Verwaltungsrat des Motorradherstellers an. Bereits 2017 gab es einen Verkaufsanlauf. Dieser wurde jedoch wegen des Widerstands deutscher Arbeitnehmervertreter eingestellt.

Werte aus dem Artikel:
VW Aktie 69,16 € -0,46%

Im Motorsport kann Ducati seit 2020 sechs aufeinanderfolgende MotoGP-Konstrukteurstitel verweisen. Jährlich setzt die Marke rund 50.000 Motorräder ab. Für das Jahr 2025 werden 925 Millionen Euro Umsatz und 52 Millionen Euro operativer Gewinn erwartet.

Die operative Marge erreicht allerdings nicht die neun Prozent, die Volkswagen-Chef Oliver Blume bis 2030 für den gesamten Konzern anpeilt. Ob Ducati bis dahin Teil der Gruppe bleibt, ist ungewiss.

Die Volkswagen-Vorzugsaktie steht an der Börse Frankfurt derzeit rund zwei Prozent im Plus. Ein Anteilsschein kostet aktuell 83,04 Euro (Stand: 12:07 Uhr MESZ).

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Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion 


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