VW erwägt Ducati-Verkauf: Steht Piëchs Motorradmarke vor dem Abschied?
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer
Ferdinand Hammer ist seit 2017 als Finanzjournalist tätig. Vor seinem Wechsel in den Börsenjournalismus arbeitete er unter anderem für das Forum Nachhaltige Geldanlagen (FNG). Seine Themenschwerpunkte sind ESG-Investments, US-Technologiewerte und E-Autoaktien.
Volkswagen könnte sich von Ducati trennen. Der geschätzte Wert liegt bei rund 1,25 Milliarden Euro. Ein Verkauf würde auch ein besonderes Kapitel der Familiengeschichte Porsche-Piëch berühren.
Für dich zusammengefasst:
Ducati wird bei Volkswagen geprüft und steht zum Verkauf.
Volkswagen plant, sein Portfolio um ein Drittel zu reduzieren.
Ducati erzielt jährlich rund 50.000 Motorradverkäufe.
Ducati steht bei Volkswagen auf dem Prüfstand. Laut Audi-Chef Gernot Döllner zählt der Motorradhersteller zu den 600 Unternehmen, die der Konzern aktuell überprüft. Insgesamt gehören 2.000 Unternehmen zur Gruppe. Laut Bloomberg steht dabei auch ein Verkauf der Marke Ducati zur Debatte. Eine entgültige Entscheidung gibt es bislang nicht.
Hintergrund ist ein umfassender Konzernumbau. Der Aufsichtsrat genehmigte in der vergangenen Woche Pläne, das Portfolio aus Unternehmen und Beteiligungen um rund ein Drittel zu reduzieren. Damit will Europas größter Autobauer seine Wettbewerbsfähigkeit verbessern.
Welchen Wert Ducati haben könnte, hat Michael Dean von Bloomberg Intelligence anhand vergleichbarer Unternehmen ermittelt. Der Analyst kommt auf rund 1,25 Milliarden Euro.
Für die Eigentümerfamilie Porsche-Piëch wäre eine Trennung von Ducati symbolträchtig. Ferdinand Piëch setzte sich 2012 persönlich dafür ein, dass Audi Ducati übernimmt. Später gehörte er dem Verwaltungsrat des Motorradherstellers an. Bereits 2017 gab es einen Verkaufsanlauf. Dieser wurde jedoch wegen des Widerstands deutscher Arbeitnehmervertreter eingestellt.
Im Motorsport kann Ducati seit 2020 sechs aufeinanderfolgende MotoGP-Konstrukteurstitel verweisen. Jährlich setzt die Marke rund 50.000 Motorräder ab. Für das Jahr 2025 werden 925 Millionen Euro Umsatz und 52 Millionen Euro operativer Gewinn erwartet.
Die operative Marge erreicht allerdings nicht die neun Prozent, die Volkswagen-Chef Oliver Blume bis 2030 für den gesamten Konzern anpeilt. Ob Ducati bis dahin Teil der Gruppe bleibt, ist ungewiss.
Die Volkswagen-Vorzugsaktie steht an der Börse Frankfurt derzeit rund zwei Prozent im Plus. Ein Anteilsschein kostet aktuell 83,04 Euro (Stand: 12:07 Uhr MESZ).
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier:
DE000NG3KSV7 ,
DE000NG3KSP9 ,
DE000NB7WNV9 ,
DE000NB7N8E8 ,
DE000NB7Q2N9 ,
DE000NB7S8J2 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlagestrategien geeignet.
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.