- Adalbert Lechner verlässt Lindt nach 33 Jahren.
- Dieter Weisskopf übernimmt vorübergehend die Führung.
- Ein dauerhafter Nachfolger wird im Q2 2027 erwartet.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Ferdinand Hammer Nach zwei gesenkten Prognosen setzt Lindt & Sprüngli an der Spitze auf einen Neustart. Adalbert Lechner verlässt den Schweizer Schokoladenhersteller nach 33 Jahren mit sofortiger Wirkung. Übergangsweise übernimmt der frühere Konzernchef Dieter Weisskopf, wie Bloomberg berichtet. Er war bislang Vizepräsident des Verwaltungsrats. Einen dauerhaften Nachfolger erwartet das Unternehmen im zweiten Quartal 2027.
Der Führungswechsel erfolgt weniger als einen Monat nach der jüngsten Prognosekorrektur. Ende September hatte Lindt seine Erwartungen an das Umsatzwachstum für das Jahr 2026 reduziert. Bereits im März war der Ausblick gesenkt worden. Gleichzeitig kündigte der Konzern an, seine Schokoladenpreise zu senken.
Lechner stand Lindt seit 2022 vor. Seine Amtszeit war geprägt von rekordhohen Kakaokosten und von Verbrauchern, die zunehmend auf den Preis achten. Besonders schwach entwickelte sich die Nachfrage in Deutschland, Österreich und der Schweiz.
Hier liegt eine zentrale Aufgabe für Weisskopf: Er will Europa wieder zu Wachstum verhelfen und zurückhaltende Käufer zurückgewinnen. Beim Führungswechsel gehe es auch um Vertrauen, betont der Manager. Der Verwaltungsrat hält eine neue operative Führung für notwendig, damit Lindt wieder verlässlich kräftig wächst und die Möglichkeiten in allen Märkten ausschöpft.
Zugleich will Weisskopf an die starke Geschäftsentwicklung in Nordamerika anknüpfen. Auch die Marktanteilsgewinne im asiatisch-pazifischen Raum, darunter in Australien, China und Japan, sollen fortgesetzt werden.
In den Landesgesellschaften stehen weitere Personalwechsel an. So löst Ali Kulein, bisher Chef von Lindt Österreich, am 26. Oktober Michal Spiller an der Spitze des deutschen Geschäfts ab. In Österreich übernimmt zeitgleich Fabian Reinhardt die Führung. Er war bislang für den weltweiten Vertrieb verantwortlich.
Autor: Ferdinand Hammer, SBH-Redaktion
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