Verlagsgruppe von Holtzbrinck übernimmt 'Zeit' komplett

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Eine umschaltende Uhr. (Symbolbild)
- ©unsplash.com

HAMBURG/STUTTGART (dpa-AFX) - Der einflussreiche Verleger Dieter von Holtzbrinck steigt bei der Wochenzeitung "Die Zeit" aus. Die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck wird von 2027 an die alleinige Kontrolle der "Zeit"-Verlagsgruppe übernehmen. Das teilten die beiden Unternehmen mit. Die Dieter von Holtzbrinck Medien gibt ihren bislang 50-prozentigen Anteil demnach zum 1. Januar ab. Der Gesellschaft mit Sitz in Stuttgart gehören etwa das "Handelsblatt" und die Berliner "Tagesspiegel"-Gruppe.

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Damit werde die unternehmerische Verantwortung bei der Wochenzeitung künftig in einer Hand gebündelt, hieß es. Die mögliche Bündelung sei seit längerem zwischen den Gesellschaftern vertraglich vorgesehen gewesen.

Die "Zeit" bleibe in ihrem strategischen Kurs unverändert auf Qualität und Innovation ausgerichtet, teilten die Unternehmen mit. Auch auf die organisatorischen Strukturen habe die Veränderung keine Auswirkungen.

"Wir haben die "Zeit" in den vergangenen Jahrzehnten gemeinsam erfolgreich weiterentwickelt. Mit der jetzt vollzogenen Bündelung der unternehmerischen und verlegerischen Verantwortung schaffen wir jeweils beste Voraussetzungen für die nächste Phase unseres Wachstums in Zeiten der Transformation der Medien", erklärten die Gesellschafter Dieter von Holtzbrinck und Stefan von Holtzbrinck.

Der Übertragung der Anteile müssen noch die zuständigen Kartellbehörden zustimmen. Über finanzielle Details sei Stillschweigen vereinbart worden. Nach eigenen Angaben zählt die "Zeit" mit mehr als 500.000 Abonnentinnen und Abonnenten zu den führenden Premium-Medienmarken in Deutschland.

Dieter von Holtzbrinck (84) führte die Holtzbrinck-Gruppe von 1980 bis 2001 und übergab dann die operative Führung an seinen Halbbruder Stefan (63). 2006 schied Dieter von Holtzbrinck aus dem Medienkonzern aus. 2009 kehrte er zurück ins Zeitungsgeschäft und übernahm von seinem jüngeren Bruder das "Handelsblatt" und den "Tagesspiegel" - sowie 50 Prozent von der "Zeit". Stefan von Holtzbrinck leitet weiter die Verlagsgruppe Georg von Holtzbrinck./poi/DP/men



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