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USD: Schon wieder kein US-Arbeitsmarktbericht

Kaum ist der erste Government Shutdown in den USA beigelegt, hatten wir schon den nächsten, auch wenn dieser nur partiell war. Knackpunkt zwischen den Demokraten und Republikanern war das Thema Einwanderung, das zum Scheitern eines Finanzierungpakets im Kongress letzten Freitag geführt hat. Doch inzwischen ist der Shutdown wieder beendet, denn Präsident Trump unterzeichnete einen Haushalt in Höhe von 1,2 Billionen Dollar, sodass die Regierung bis Ende September (Ende des Fiskaljahrs) durchfinanziert ist. Die Finanzierung des Heimatschutzministeriums ist jedoch weiterhin ungelöst, denn diese geht nur bis zum 13. Februar.

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Ende gut, alles gut? Nicht ganz. Für uns ist wichtig, dass die Veröffentlichung des US Arbeitsmarktberichts wieder einmal verschoben wurde. Das Bureau of Labor Statistics (BLS) aktualisiert seine Webseite nicht mehr und will den Service erst wieder aufnehmen, wenn die Bundesregierung ihre Arbeit wieder aufnimmt.

Wenn es dabei bleibt, dürften dem Markt und der Fed wieder einmal ein wichtiges Puzzleteil für die Zinsaussichten fehlen (auch wenn die Wartezeit diesmal wahrscheinlich nicht so lange wie beim vorherigen Shutdown sein wird). Schließlich nimmt der Arbeitsmarkt weiterhin die Schlüsselrolle für die Fed ein, ob der Leitzins weiter gesenkt wird. Der Markt hat eine Zinssenkung im März seitens der Fed bereits ausgepreist, bis zum Jahresende sieht er gerade mal die Möglichkeit von zwei Senkungen. Insofern müssten insbesondere Daten vom Arbeitsmarkt schwach ausfallen, um wieder mehr Schwung in die Zinssenkungsspekulationen reinzubringen und den Dollar möglicherweise wieder unter Abwärtsdruck zu setzen – Warsh hin oder her. Und genau diese Daten werden wir eben aller Voraussicht nach diese Woche nicht bekommen. Der Markt wird sich vermutlich umso vehementer auf den heutigen ADP Index stürzen, obwohl dieser ein schlechter Indikator für den Arbeitsmarktbericht ist.

A propos Warsh. Er schien ja letzte Woche der Heilsbringer für den Dollar zu sein. Ist damit nun das Schlimmste für den Dollar vorbei? Vielleicht auf kurze Sicht. Auf mittlere Sicht bleiben wir skeptisch. Denn Kevin Warsh muss jetzt erst einmal den Platz von Stephen Miran einnehmen. Denn der Senat muss zunächst seiner Nominierung zustimmen, was ein langwieriger Prozess sein kann, bis dahin bleibt Miran an Board. Und danach muss er seine weniger taubenhafte Haltung, auf die der Markt zählt, auch wirklich unter Beweis stellen. Außerdem ist noch nicht klar, ob sich Fed Chef Jerome Powell Ende Mai für den Verbleib im Board entscheiden wird.

Die Unsicherheit rund um die Unabhängigkeit der Fed geht also weiter, auch wenn große Angst mit der Aussicht auf Warsh möglicherweise ein wenig an Schärfe verloren hat. Der Nachweis für die Standhaftigkeit der Fed unter einem neuen Chef steht noch aus. Bis dahin bleiben die Risiken für den Dollar bestehen.

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