US-Außenminister Rubio lobt Orbans enges Verhältnis zu Trump
BUDAPEST (dpa-AFX) - US-Außenminister Marco Rubio hat bei einem Besuch in Ungarn die engen Beziehungen beider Länder hervorgehoben. Diese seien auf die hervorragende Zusammenarbeit zwischen den Staatschefs beider Länder zurückzuführen, sagte er auf einer gemeinsamen Pressekonferenz mit dem ungarischen Regierungschef Viktor Orban. "Der Ministerpräsident und der Präsident (Donald Trump) pflegen ein sehr, sehr enges persönliches Verhältnis und Arbeitsverhältnis", führte er aus.
Mit dem Amtsantritt Trumps zu Beginn des Vorjahres habe ein "goldenes Zeitalter" in den ungarisch-amerikanischen Beziehungen begonnen, pflichtete ihm Orban bei. Der ungarische Rechtspopulist hatte bereits vor Trumps erstmaliger Wahl zum US-Präsidenten 2016, damals als einziger Regierungschef eines EU-Landes, seine vorbehaltlose Unterstützung für Trump erklärt.
Wie Orban weiter darlegte, werde er am Donnerstag (19. Februar) an der ersten Sitzung des von Trump gegründeten "Friedensrates" teilnehmen. Das Gremium soll den Wiederaufbau und die Nachkriegsordnung im Gazastreifen überwachen. Viele europäische Staaten - auch Deutschland - sehen im "Friedensrat" eine Konkurrenz zu den Vereinten Nationen.
Rubio besucht europaskeptische EU-Staaten
Rubio war am letzten Wochenende bei der Münchener Sicherheitskonferenz aufgetreten. Im Anschluss reiste er zunächst in die slowakische Hauptstadt Bratislava und dann nach Budapest weiter. Auch der slowakische Ministerpräsident Robert Fico gilt als starker Trump-Sympathisant. Die Reisestationen des US-Außenministers machten Beobachtern zufolge deutlich, in welchem Ausmaß die Trump-Administration auf die EU-skeptischen und "illiberalen" Kräfte in Europa setzt.
Zugleich wollte Rubio mit den Oden auf die als unverbrüchlich dargestellte Männerfreundschaft zwischen seinem Chef im Weißen Haus und Orban dem letzteren wohl auch innenpolitisch den Rücken stärken. Denn der Ungar sieht am 12. April einer Parlamentswahl entgegen, die er verlieren könnte. Sein bürgerlich-konservativer Herausforderer Peter Magyar liegt in den Umfragen derzeit deutlich vor ihm./gm/DP/stw
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