"Diese Einigung mag politisch notwendig gewesen sein, für viele Unternehmen in Deutschland ist sie dennoch eine bittere Pille", sagt DIHK-Hauptgeschäftsführerin Helena Melnikov. "Sie bringt zusätzliche Belastungen statt Entlastungen: höhere Zölle, mehr Bürokratie sowie sinkende Wettbewerbsfähigkeit."
Die EU und die USA hatten im Zollstreit zuletzt eine Einigung erzielt. Das Abkommen zwischen Trump und EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen sieht einen Zollsatz in Höhe von 15 Prozent für die meisten EU-Importe in die USA vor. Als neuer Starttermin steht der 7. August.
Negative Auswirkungen machen sich schon bemerkbar
Schon die bisherige US-Handelspolitik hat für fast drei Viertel der Unternehmen (72 Prozent) schon jetzt spürbare Auswirkungen. Besonders kritisch ist die Lage laut DIHK-Umfrage für Betriebe mit direktem US-Geschäft: 89 Prozent sehen derzeit negative Effekte. Als größte Belastung nennen diese Unternehmen die anhaltende handelspolitische Unsicherheit - und die Sorge vor neuen Zöllen. 80 Prozent geben dies als zentrales Problem an. 72 Prozent bereitet der Basiszollsatz von aktuell zehn Prozent und der bevorstehenden Anhebung auf 15 Prozent Sorgen.
Auch in der globalen Marktstrategie hinterlassen die handelspolitischen Unsicherheiten Spuren: 54 Prozent der Unternehmen mit direktem US-Geschäft wollen laut DIHK-Umfrage weniger mit den USA handeln. 31 Prozent berichten von einem veränderten Umgang mit Zollkosten - 84 Prozent von ihnen geben dabei an, zumindest einen Teil der Mehrkosten an ihre Kunden in den USA weiterzugeben. Für ein Fünftel der Betriebe hat die Zoll-Politik hingegen keinen Einfluss auf ihre US-Geschäfte.
Die Daten basieren auf einer Online-Umfrage. Daran beteiligten sich laut DIHK 3.355 Unternehmen zwischen dem 31. Juli und 4. August./evy/DP/zb
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