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Umfrage: Wenig Bereitschaft für Reformen mit Belastungen

BERLIN (dpa-AFX) - Die große Mehrheit der Bürger hält laut einer Umfrage grundlegende Reformen auch bei finanziellen Einschnitten für erforderlich, sieht aber in der Bevölkerung keine große Bereitschaft dafür. 89 Prozent nannten im ZDF-"Politbarometer" Reformen in Bereichen wie Rente, Arbeitsmarkt und Gesundheit wichtig, 75 Prozent gaben aber an, keine oder keine große Bereitschaft dazu zu erkennen.

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Eine Frau arbeitet an einer Statistik (Symbolbild).
Quelle: - pixabay.com:

Auf die Frage nach der persönlichen Bereitschaft antwortete ein Viertel der Befragten (23 Prozent), sie seien überhaupt nicht bereit, bei Reformen Belastungen zu tragen. Knapp die Hälfte (43 Prozent) gab an, nur nicht so große Belastungen tragen zu wollen. Ein Drittel erklärte sich zu großen oder sogar sehr großen Belastungen bereit (29 und 3 Prozent).

Die große Mehrheit glaubt aber ohnehin nicht, dass die schwarz-rote Koalition es schafft, wie geplant bis zum Sommer Reformen bei Steuern, Arbeitsmarkt und Rente vorzulegen. Drei Viertel antworteten entsprechend, ein Viertel (24 Prozent) ist jedoch zuversichtlich.

Union rutscht in Sonntagsfrage auf 24 Prozent

In der sogenannten Sonntagsfrage erhalten die Koalitionsparteien denn auch weiterhin nur wenig Zustimmung. Die Union rutscht auf 24 Prozent (minus eins innerhalb zweier Wochen), die SPD verharrt auf ihrem Rekordtief von 12 Prozent. Die AfD liegt mit 26 Prozent weiter vorn, verliert aber einen Punkt. Die Grünen klettern auf 15 Prozent (plus zwei), die Linken auf 12 Prozent (plus eins). Die FDP rangiert unverändert bei drei Prozent.

Für die Umfrage im Auftrag des ZDF befragte die Forschungsgruppe Wahlen vom 19. bis 21. Mai 1.340 zufällig ausgewählte Wahlberechtigte telefonisch und online. Die Befragung ist nach Angaben des Meinungsforschungsinstituts repräsentativ für die wahlberechtigte Bevölkerung in Deutschland.

Wahlumfragen sind generell mit Unsicherheiten behaftet. Unter anderem erschweren nachlassende Parteibindungen und immer kurzfristigere Wahlentscheidungen den Meinungsforschungsinstituten die Gewichtung der erhobenen Daten. Grundsätzlich spiegeln Umfragen nur das Meinungsbild zum Zeitpunkt der Befragung wider und sind keine Prognosen auf etwaige Wahlausgänge./and/DP/men

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