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Ukraine will Eckstein für Europas Energiesicherheit werden

BERLIN (dpa-AFX) - Die Ukraine bietet sich als Eckstein eines künftigen widerstandsfähigen Energiesystems in Europa an. "Die ukrainische Energieerfahrung muss jetzt über die Ukraine hinausgehen", sagte der ukrainische Energieminister Denys Schmyhal in Berlin. Es gehe um die Fähigkeit in Europa, Schocks abzufangen und in Krisen entschieden zu handeln. "Das bedeutet, die Ukraine in die Planung des europäischen Energiesystems einzubeziehen als Resilienz-Hub für den Kontinent", sagte er bei einer Konferenz über Energiesicherheit im Auswärtigen Amt.

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Die ukrainische Flagge.
Quelle: - pixabay.com:

Als Beispiel für die beginnende grenzüberschreitende Kooperation nannte Schmyhal die Synchronisierung des ukrainischen Stromnetzes mit den EU-Nachbarn. "In diesem Winter, als unsere Stromerzeugung attackiert wurde, haben Stromimporte aus der EU an kritischen Tagen bis zu 20 Prozent des Verbrauchs ausgemacht. Das Gleiche gilt für Gas", sagte er. Die Ukraine leite kein russisches Gas mehr durch, sondern stelle ihr Pipeline- und Speichersystem den europäischen Partnern zur Verfügung.

Schutz, Dezentralisierung und Ersatzkapazitäten

Europas Energiesystem habe in Friedenszeiten nach drei Grundsätzen funktioniert: Markt, Effizienz und Integration, sagte der frühere Ministerpräsident der Ukraine. Wegen der Zerstörungen, die Russland in seinem Angriffskrieg an der Energieversorgung der Ukraine verursache, baue die Ukraine ihr System um. Es gehe um Dezentralisierung, Ersatzkapazitäten, den physischen Schutz von Energieanlagen vor Angriffen. Wichtig sei die Erfahrung, Schäden schnell zu reparieren, bevor sie sich ausweiten.

Dies wurde bestätigt von Maksym Tymtschenko, dem Chef des ukrainischen Stromversorgers DTEK. In den fünf Kraftwerken seiner Firma seien in den Kriegsjahren viermal 80 bis 90 Prozent der Kapazität vernichtet worden. Viermal habe man 90 Prozent wiederherstellen können, sagte Tymtschenko.

Bei der Konferenz kommen Vertreter von der G7-Runde wirtschaftsstarker Demokratien, EU, Nato, Wirtschaftsverbänden sowie aus Wissenschaft und Zivilgesellschaft zusammen, um aus den Erfahrungen der Ukraine Lehren für die Energieinfrastruktur zu ziehen. Zu den G7-Ländern gehören Deutschland, Frankreich, Italien, Japan, Kanada, die USA und Großbritannien./fko/DP/nas

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