Trumps Zollrückzieher schickt Bitcoin auf Achterbahnfahrt
Bitcoin kann sich nach Trumps Rücknahme der Zölle leicht erholen. Anleger zeigen sich zurückhaltend – auch weil es noch offene Fragen gibt.
Ist das ein erstes Zeichen der Deeskalation? US-Präsident Donald Trump hatte gestern nach seiner Rede beim Weltwirtschaftsforum in Davos die angedrohten Strafzölle gegen einzelne europäische Länder wieder zurückgenommen. Bitcoin- und Krypto-Anleger bleiben dennoch vorsichtig.
Trump hatte gestern auf seiner Plattform Truth Social die Rücknahme der Zölle verkündet. Grund dafür sei eine Vereinbarung in der Grönlandfrage, die er mit NATO-Generalsekretär Mark Rutte erzielt habe. Der Niederländer bestätigte das auf Anfrage der ARD, verwies allerdings darauf, dass die territoriale Integrität der Insel nicht zur Sprache gekommen sei.
Bitcoin erlebte infolge der Ankündigung Trumps eine echte Achterbahnfahrt. Vor seinem Auftritt in Davos fiel die Kryptowährung zwischenzeitlich von rund 90.200 auf 87.200 US-Dollar. Nach der Bekanntgabe des US-Präsidenten schoss die Kryptowährung wieder auf über 90.000 US-Dollar.
Über die letzten 24 Stunden verzeichnet BTC einen geringfügigen Kurszuwachs von 0,4 Prozent.
Ein ähnliches Kursbild zeigt sich auch bei Ethereum. Effektiv konnte die zweitwertvollste Kryptowährung 1,4 Prozent im Tagesvergleich gutmachen.
Derweil brachen auf dem Prognosemarkt Polymarket die Quoten auf Wetten zur Übernahme Grönlands durch die USA auf 12 Prozent ein – mit teils hohen Verlusten.
Dass der Kryptomarkt nicht positiver auf die Zollrücknahmen reagiert, dürfte auch daran liegen, dass es weiterhin offene Fragen im Konflikt gibt.
So hatte beispielsweise Trump in seiner gestrigen Rede immer wieder den Besitzanspruch auf Grönland betont. “Ich bitte nur um ein Stück Eis”, sagte er. Die NATO-Mitgliedsstaaten, vor allem Dänemark, lehnen das aber weiterhin ab. Unklar, ob es nicht zu neuen Eskalationen kommen wird.
Darüber ist ebenfalls nicht geklärt, wie es mit dem eigentlichen Zoll-Deal zwischen den USA und der EU weitergehen wird. Das EU-Parlament hatte gestern in einer Reaktion die Arbeit an der Umsetzung auf Eis gelegt.
Auch bei Bitcoin-Anlegern zeigt sich die Ungewissheit. Die Long/Short Ratio zeigt sich ausgeglichen bei nahezu 50 Prozent auf beiden Seiten.
Wer die aktuelle Marktlage ausnutzen möchte, kann das auf Coinbase. Dort erhalten Neukunden derzeit 30 Euro in Bitcoin geschenkt, wenn sie zuvor 30 Euro investiert haben.
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