- Trump sieht Russland nicht stärker in der Pflicht.
- Selenskyj fordert konkrete Schritte der USA gegen Russland.
- Trump kündigte einen Diesel-Deal mit Russland an.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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Auf Nachfrage, wie er Russlands Präsident Wladimir Putin dazu bewegen wolle, sich an die Waffenruhe zu halten, sagte Trump, er glaube, dass Putin eine Einigung erzielen wolle - und man den ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj dazu bringen müsse, das ebenfalls zu wollen. Auch eine weitere Reporterfrage, wo er bei Putin die Bereitschaft für eine Einigung sehe, wenn dieser die Ukraine angreife, bügelte Trump ohne ein Wort der Kritik am Kreml ab: "Ich glaube, sie werden eine Einigung erzielen. Ich glaube tatsächlich, dass Putin mehr als Selenskyj daran interessiert ist, einen Deal zu machen."
Selenskyj wartet auf "konkrete Schritte" der USA
Selenskyj hatte die USA zuvor aufgefordert, Russland zur Einhaltung der von Trump verkündeten und auf den Energiesektor begrenzten Waffenruhe anzuhalten. "Wir warten darauf, welche konkreten Schritte die Amerikaner bereit sind zu unternehmen", sagte Selenskyj in einer per Videoschalte auf dem Warschauer Sicherheitsforum übertragenen Rede.
Man sei am Sonntag sehr überrascht worden von Trumps Ankündigung in sozialen Medien, dass im Ukraine-Krieg alle Angriffe auf Energieanlagen sofort gestoppt würden, sagte Selenskyj weiter. "Und direkt nach der Veröffentlichung des Beitrags führte Russland einen gezielten Angriff auf ein Kraftwerk in Charkiw durch, wodurch unser Energiesystem weiteren Schaden davontrug."
Selenskyj betonte, die Ukraine sei mit einem Stopp von Angriffen auf Energieanlagen einverstanden, wenn Russland dies auch respektiere. Man habe deshalb auch in der vergangenen Nacht darauf verzichtet, russische Ölraffinerien anzugreifen.
Kritik an Trumps Diesel-Deal
Trump hatte die Ukraine in den vergangenen Tagen gleich mehrfach vor den Kopf gestoßen: So verlangte er nach einem Telefongespräch mit Putin die Ablösung Selenskyjs und verkündete eine Vereinbarung zur Lieferung von Hunderttausenden Tonnen Diesel aus Russland. Bei europäischen Verbündeten wie auch im eigenen Land gab es daran starke Kritik. Mehrere US-Senatoren - auch aus den Reihen seiner Republikaner - kritisierten den Diesel-Deal als rechtswidrig, weil der Kongress im Jahr 2022 die Einfuhr russischer Energieträger untersagt habe, damit die USA nicht Russlands Krieg finanzieren./fsp/DP/zb
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