EQS  | 
aufrufe Aufrufe: 55

Trotz schwacher Konjunktur und hoher Insolvenzen: Factoring-Branche wächst weiter

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern

EQS-Media / 04.02.2026 / 14:23 CET/CEST

Pressemeldung – Bundesverband Factoring für den Mittelstand e. V. Die Jahresendumfrage 2025 des Bundesverbands Factoring für den Mittelstand e. V. (BFM) zeigt, dass sich der Wachstumskurs der Factoring-Branche fortgesetzt hat. Die Geschäftserwartungen der Mitglieder für 2026 zeigen zudem: Keine der Gesellschaften erwartet einen Rückgang, ein Großteil geht stattdessen von wachsenden Geschäften aus. Der positive Blick ergibt sich vor allem durch das Neukundengeschäft. Das Bestandskundengeschäft wird dagegen weiter kritisch gesehen. Zentrale Herausforderungen für die Branche sind in diesem Jahr vor allem die Digitalisierung und zunehmende Insolvenzen. (Berlin, 04.02.2026) Der Wachstumskurs der mittelständischen Factoring-Branche ging auch im Gesamtjahr 2025 weiter, hat sich dabei aber dynamischer als erwartet gezeigt: Lag das Umsatzwachstum im ersten Halbjahr noch bei unter vier Prozent, kletterte es im zweiten wieder klar über die Vier-Prozent-Marke. Möglicherweise ist das stärkere Wachstum im zweiten Halbjahr bereits ein Indiz für ein Durchschreiten der Talsohle, was allerdings erst die nächsten Monate zeigen dürften. Gesichertes Neukundengeschäft im Factoring Wenn es um die Geschäftsaussichten geht, blickt die Branche mit positiven Erwartungen nach vorn. Keine der befragten Gesellschaften geht von rückläufigen Zahlen aus. Fast 80 Prozent prognostizieren stattdessen ein Wachstum, das ganz klar vom Neukundengeschäft bestimmt wird. Dagegen sehen fast zwei Drittel das Bestandskundengeschäft als stagnierend an. „Dass erneut so viele Factoring-Institute von einem wachsenden Neugeschäft ausgehen, setzt den Trend der letzten Jahre fort. Es ist sicher auch dadurch begründet, dass die gesamtwirtschaftliche Lage weiterhin angespannt ist: Unternehmen benötigen daher dringend Liquidität und wollen ihre Risiken möglichst verringern. Durch Zahlungsausfallschutz und umgehende Vorfinanzierung erwirtschafteter Umsätze bietet das Factoring hier einen zeitgemäßen Hebel“, erklärt Michael Ritter, Vorstandsvorsitzender des BFM. Aber: Fast 79 Prozent der Befragten sehen steigende Insolvenzen als Herausforderung an. Allerdings werden diese stärker bei den Debitoren (58 Prozent) als bei den eigenen Kunden (47 Prozent) verortet. Digitalisierung, Cybercrime und Factoring-Betrug als wachsende Aufgaben Die Sorge vor Factoring-Betrug erreicht mit fast 79 Prozent ein neues Allzeithoch. Die angespannte Wirtschaftslage sorgt hier für zunehmendes Gefahrenpotenzial. Zudem werden auch die Prävention von Cyber-Crime sowie die generelle Digitalisierung für 2026 und 2027 als zentrale Aufgaben angesehen – fast 53 beziehungsweise annähernd 79 Prozent sind dieser Ansicht. Regulierungen wie die EU-Verordnung DORA zur Sicherheit von IT-Technologien im Finanzbereich sollen helfen, Problemen wie Cyber-Crime zu begegnen. Dennoch wird auch die Verschärfung solcher aufsichtsrechtlichen Vorgaben von deutlich mehr Befragten als im Vorjahr kritisch gesehen: fast 58 Prozent verglichen mit knapp 43 Prozent 2024. Was darüber hinaus das Wachstum der Branche einschränken könnte, ist die Zeichnungspolitik der Warenkreditversicherungen. Gerade im Zusammenspiel mit den steigenden Insolvenzzahlen wird auch diese immer aufmerksamer beobachtet: „Über die Hälfte, und damit zehn Prozent mehr als noch im letzten Jahr, sehen hier eine der größten Hürden für die Branche. Ich denke, nicht ohne Grund, denn die Warenkreditversicherung ist eine Grundvoraussetzung für den regelmäßigen Forderungsankauf im Rahmen des Factorings. Sie erstattet bei einem Zahlungsausfall den offenen Betrag aus einer angekauften Forderung“, erklärt Michael Ritter. Neben diesen kritischen Themen zeichnet sich hingegen bei der Frage nach der Bindung von qualifiziertem Personal Entspannung ab. Dies wird von knapp 42 Prozent der Befragten als problematisch angesehen. Letztes Jahr waren es noch mehr als die Hälfte. Über den BFM Der Bundesverband Factoring für den Mittelstand (BFM) ist die zentrale Interessenvertretung mittelständischer Factoring-Gesellschaften in Deutschland. In dem Verband haben sich qualitätsorientierte, oft inhabergeführte Gesellschaften organisiert, die auf die Umsatzfinanzierung von kleinen und mittleren Unternehmen spezialisiert sind. Weitere Informationen: https://www.bundesverband-factoring.de/     Pressekontakt: Ilka Stiegler ABG Marketing GmbH T +49 (0) 351 43755 11 stiegler@abg-partner.de www.abg-marketing.de  

Emittent/Herausgeber: Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V. Schlagwort(e): Finanzen

Veröffentlichung einer Mitteilung, übermittelt durch EQS Group. Für den Inhalt der Mitteilung ist der Emittent / Herausgeber verantwortlich. Originalinhalt anzeigen: EQS News


Sprache: Deutsch
Unternehmen: Bundesverband Factoring für den Mittelstand e.V.
Linkstraße 2
10785 Berlin
Deutschland
Internet: www.bundesverband-factoring.de
EQS News ID: 2271410
 
Ende der Mitteilung EQS-Media


Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend