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TKMS nach Mega-Rebound: Was ist bei der Aktie jetzt noch zu holen?

Angetrieben von einer Kaufempfehlung konnte sich TKMS zuletzt deutlich erholen. Geht da jetzt noch mehr oder sollten Anleger bereits wieder vorsichtiger werden.
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Ein U-Boot bei Seegang (Symbolbild).
Quelle: - © Pixabay (Kostenlose Inhaltslizenz)
Fincantieri SpA 13,795 € Fincantieri SpA Chart +1,51%
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Huntington Ingalls Industries Inc 335,25 € Huntington Ingalls Industries Inc Chart -0,53%
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thyssenkrupp AG 9,166 € thyssenkrupp AG Chart +5,04%
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TKMS AG + Co KgaA 88,40 € TKMS AG + Co KgaA Chart +3,51%
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TKMS: Darum haben sich im letzten Jahr alle gerissen

Der im vergangenen Jahr am deutschen Aktienmarkt vielbeachteste Börsengang dürfte derjenige von TKMS gewesen sein. Inmitten des europäischen Verteidigungs- und Rüstungsbooms erfreute sich die Abspaltung der Marine-Sparte von ThyssenKrupp einem großen Interesse von Seiten der Anlegerinnen und Anleger.

Dementsprechend explosiv startete die Aktie ihr Börsendebüt und verteuerte sich rasch auf über 100 Euro. Doch die Ernüchterung ließ nicht lange auf sich warten, sodass das Papier im November unter seinen Ausgabepreis fiel. Erst nach dem Jahreswechsel konnten sich Investoren wieder für TKMS erwärmen, ehe es im Zusammenhang mit dem Iran-Krieg zu neuen Kursverlusten und einer Verschlechterung des Chartbildes gekommen ist.

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Plus 30 Prozent in wenigen Tagen könnten am Ende nicht genügen

In der vergangenen Woche sorgten Analystinnen und Analysten der US-Großbank Citi für einen Befreiungsschlag. Sie fachten mit einer aufsehenerregenden Kaufempfehlung einen Kursanstieg von fast 20 Prozent an nur einem Tag an. Binnen weniger Handelstage gelang TKMS so ein Rebound von nahezu 30 Prozent – der dennoch zu wenig sein könnte.

TKMS-Aktie: Die Luft ist schon wieder raus

Zwar ist der Aktie ein starker Start in das neue Börsenjahr gelungen, doch seit Mitte Januar befindet sich TKMS im Rückwärtsgang, nachdem es im Relative-Stärke-Index (RSI) zu kurzfristigen bearishen Divergenzen gekommen war. Dadurch sind niedrigere Hochs und eine Abwärtstrendlinie entstanden, die aber lange folgenlos blieben, da TKMS im Bereich von 90 Euro immer wieder auf Kaufinteresse gestoßen ist.

Umso schwerer wog daher zuletzt deren Unterschreiten in Verbindung mit der Aufgabe der 50-Tage-Linie, was ein doppeltes Verkaufssignal darstellt. TKMS fiel fast ungebremst in Richtung der bei 70 Euro liegenden Unterstützung, ehe die Aktie durch das Citi-Upgrade "gerettet" wurde. Im Bereich von 90 Euro fehlt es jedoch an Anschlusskäufen, sodass die frühere Unterstützungszone als neuer Widerstand anzusehen ist.

Begrenze Chancen zur Oberseite, erheblich Risiken zur Unterseite

Damit droht der 30-Prozent-Rebound wirkungslos zu verpuffen und neuen Gewinnmitnahmen zum Opfer zu fallen, womit auch die Aufwärtstrendlinie aufgegeben werden dürfte. Anlegerinnen und Anleger müssen sich daher darauf einstellen, dass TKMS erneut in Richtung 70 Euro fällt und die hier liegende Unterstützung einem Test unterzieht.

Diese These wird dadurch erhärtet, dass der RSI den Abwärtstrend der Aktie mit einem eigenen Abwärtstrend begleitet hat, was für die Nachhaltigkeit der Trendbewegung spricht. Darüber hinaus droht der Trendstärkeindikator MACD bereits wieder unter die Nulllinie abzukippen, was ebenfalls für einen intakten Abwärtstrend der Aktie sprechen würde.

Während daher zur Unterseite Kurse von 70 Euro wahrscheinlich sind, würde zur Oberseite erst ein nachhaltiger Anstieg über die Widerstandszone bei 90 Euro sowie ein Sprung über die 50-Tage-Linie bei 91,40 Euro für erste prozyklische Kaufsignale sorgen. Gänzlich negiert wären die Abwärtsrisiken erst oberhalb der Abwärtstrendlinie bei rund 97 Euro.

Fazit: Auf diesem Kurs- und Bewertungsniveau kein Kauf

Gegenwind für die Aktie kommt nicht nur von technischer, sondern unverändert auch von fundamentaler Seite her. Für 2026 ist TKMS mit dem 43,3-Fachen seiner erwarteten Gewinne bewertet. Das ist im internationalen Vergleich unverhältnismäßig hoch, zumal sich das Unternehmen in diesem Jahr nur mäßig steigern dürfte, was auch am Kurs-Gewinnwachstumsverhältnis (PEG) von 1,9 abzulesen ist, welches damit unter dem Branchendurchschnitt von 1,65 liegt.

Zum Vergleich: Die direkten Mitbewerber Fincantieri und Huntington Ingalls Industries kommen auf KGVs von 33,9 und 23,4 sowie PEGs von 1,6 und 1,64. Ein Einstieg in die Aktie ist daher gegenwärtig nicht empfehlenswert. Der jüngste Anstieg sollte im Gegenteil als Chance zum Ausstieg genutzt werden, da es für den Bewertungsaufschlag gegenüber der Konkurrenz keinen gerechtfertigten Grund gibt.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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