Tech-Korrektur läuft: JPMorgan nennt die bessere Alternative
Nicolas Ebert
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Nicolas Ebert steht für kompakte Nachrichten mit einem sicheren Gespür für relevante Marktthemen. Nach über 6 Jahren für wallstreetONLINE und ariva.de im Einsatz fühlt sich der Berliner in der Finanzwelt wie zu Hause. Seine Inhalte reichen querbeet von Value-Titeln und den Märkten in Asien über die US Big-Techs bis hin zu aktuellen Top-Performern auf dem globalen Börsenparkett. So entstehen informative News, die Anlegern echten Halt geben.
Der KI-Boom bleibt intakt. Doch JPMorgan sieht den Tech-Sektor bereits in einer Korrektur. Hohe Kosten, neue Finanzierungswege und nervöse Anleger erhöhen den Druck.
Für dich zusammengefasst:
Der Technologiesektor befindet sich in einer Korrektur.
JPMorgan nennt Finanzwerte als attraktive Alternative.
Santos sieht Japan und Europa als interessante Märkte.
Der Technologiesektor steckt nach Einschätzung von Gabriela Santos in einer Korrektur. Die Chef-Marktstrategin für Nord- und Südamerika bei JPMorgan Asset Management sagte in einem Interview mit CNBC, das nervöse Anlegerverhalten deute klar auf einen Rückgang bei Technologiewerten hin.
Auslöser sind enttäuschende Unternehmenszahlen, hohe Bewertungen und wachsende Zweifel an der Finanzierung der Investitionen in Künstliche Intelligenz. Santos sieht bei diesen Ausgaben ein starkes Störgeräusch am Markt. Viele Unternehmen finanzieren ihre KI-Pläne nicht mehr nur aus dem laufenden Cashflow. Sie nutzen zunehmend private Märkte, Anleiheemissionen und Kapitalerhöhungen.
Zuletzt belasteten ein Rückgang von zehn Prozent bei Softwareaktien und enttäuschende Zahlen von Broadcom die Stimmung. Trotzdem hält Santos die langfristige These rund um Künstliche Intelligenz für intakt. Die Gewinne vieler Unternehmen beschleunigten sich und überträfen selbst hohe Erwartungen.
Anleger sollten den KI-Trend aus ihrer Sicht weiter entlang der gesamten Lieferkette verfolgen. Dazu zählen Halbleiter, Hardware, elektrische Ausrüstung und Energie. Gleichzeitig rät Santos zu mehr Streuung. Investoren sollten auch andere Bereiche im Portfolio halten, um Rücksetzer besser abfedern zu können.
In den Vereinigten Staaten sieht Santos Finanzwerte als attraktive Alternative zum Technologiesektor. Der Sektor biete glaubwürdiges Gewinnwachstum von rund 20 Prozent. Sorgen über steigende Kreditausfälle hält sie für überzogen. Finanzwerte bräuchten lediglich eine ausreichend gute Konjunktur, um sich besser zu entwickeln.
Auch Japan und Europa bleiben für Santos interessant. Diese Märkte seien weniger stark von Künstlicher Intelligenz abhängig. Genau das könne in der aktuellen Phase ein Vorteil sein. Schwellenländer seien dagegen stärker mit dem amerikanischen Technologiesektor verbunden.
Beim Blick auf die Konjunktur verweist Santos auf den empfindlichen Anleihemarkt. Dieser reagiere derzeit stark auf Inflationsdaten. Entscheidend seien nun die Kernwaren ohne Autos und die Mietentwicklung. Eine Beruhigung in beiden Bereichen würde zeigen, dass der Preisdruck begrenzt bleibt.
Für Anleger ergibt sich damit ein vorsichtigeres Bild. Die KI-Euphorie ist nicht vorbei. Doch der Markt wird anspruchsvoller. Hohe Investitionen, neue Finanzierungswege und empfindliche Zinsmärkte erhöhen das Risiko für Rückschläge. Ähnlich sieht das auch Wells Fargo. Die US-Bank hat seine Einschätzung für den Markt von bullish auf neutral gesenkt.
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