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Taiwans Präsident sagt Auslandsreise ab - Druck von China?

TAIPEI (dpa-AFX) - Taiwans Präsident Lai Ching-te hat seinen für diese Woche geplanten Staatsbesuch in Eswatini ausgesetzt. Mehrere Länder entlang der Flugroute hätten die Überfluggenehmigungen kurzfristig widerrufen, teilten Behördenvertreter in Taipeh mit.

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Blick auf die Skyline von Taipeh (Taiwan) mit dem Wolkenkratzer Taipei 101 am Nachmittag.
Quelle: - ©unsplash.com:

Lai sollte von Mittwoch bis zum 26. April eine Delegation nach Eswatini leiten. Die Entscheidung sei nach einer sorgfältigen Bewertung durch das nationale Sicherheitsteam getroffen worden, sagte der Generalsekretär des Präsidialamtes, Pan Meng-an. Ihm zufolge widerriefen die Seychellen, Mauritius und Madagaskar die Überfluggenehmigungen ohne vorherige Ankündigung. Er führte diesen Schritt auf Druck aus Peking zurück, einschließlich wirtschaftlicher Zwangsmaßnahmen.

Erstmaliger Vorfall

Es ist das erste Mal in der Geschichte, dass der Besuch eines taiwanischen Präsidenten bei einem diplomatischen Verbündeten aufgrund von Druck seitens Chinas abgesagt wurde. China betrachtet Taiwan als Teil seines Staatsgebiets und will es mit dem Festland vereinigen, wenn nötig auch durch das Militär.

Taipeh verurteilte Chinas Vorgehen und bezeichnete es als international höchst ungewöhnlich. Pan erklärte, dass der Versuch, Drittländer zur Änderung souveräner Entscheidungen zu zwingen, die Flugsicherheit untergrabe, gegen internationale Normen verstoße, eine Einmischung in innere Angelegenheiten darstelle und zudem die Region destabilisiere.

Lai muss Vertreter schicken

Lai wird stattdessen einen Sonderbeauftragten entsenden, um an den Nationalfeiertagsfeierlichkeiten in Eswatini teilzunehmen. Das Land im südlichen Afrika ist einer der zwölf offiziellen diplomatischen Verbündeten Taiwans. In diesem Jahr jährt sich die Aufnahme diplomatischer Beziehungen zwischen beiden Seiten zum 58. Mal./yyzz/DP/nas

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