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Tag der Entscheidung: 6. April könnte Trumps Wendepunkt für den Ölmarkt werden!

US-Präsident Donald Trump erwägt, die US-Militäroperation gegen den Iran zu beenden – ohne die Straße von Hormus zu öffnen. Was bedeutet das für die Weltwirtschaft und den Ölmarkt?
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Ehemaliger US-Präsident Donald Trump spricht mit Teilnehmern auf der von Turning Point Action veranstalteten
Quelle: CC2"> - ©Gage Skidmore CC2: https://creativecommons.org/licenses/by-nc-sa/2.0/
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Präsident Trump ist laut Wall Street Journal (WSJ) bereit, den Militäreinsatz gegen Iran auch dann zu beenden, wenn die Straße von Hormus vorerst weitgehend blockiert bleibt. Nach Angaben von Regierungsvertretern hält das Weiße Haus eine rasche militärische Öffnung der Meerenge für zu aufwendig, weil sie den Krieg klar über den bislang angepeilten Zeitraum von vier bis sechs Wochen hinaus verlängern würde.

Stattdessen will Washington zunächst Irans Marine, Raketenarsenal und Rüstungsbasis schwächen und danach den diplomatischen Druck erhöhen. Reuters berichtete zudem, dass die Regierung die Wiederöffnung der Route derzeit nicht als zentrales Kriegsziel definiert.

Die Wortwahl der Regierung

Außenminister Marco Rubio sagte laut WSJ, die Straße von Hormus werde am Ende offen sein. Zuvor solle die laufende Kampagne aber innerhalb weniger Wochen abgeschlossen werden. Finanzminister Scott Bessent schlug nach Reuters-Angaben später Eskorten durch die Vereinigten Staaten oder eine multinationale Gruppe vor und sagte, der Markt sei derzeit "gut ausgestattet".

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Gleichzeitig sondieren die Vereinigten Staaten und ihre Partner bereits breiter abgestützte Lösungen für die Zeit nach den Kämpfen.

Genau darin liegt das Risiko

Über die Straße von Hormus läuft rund ein Fünftel des weltweiten Ölverkehrs. Nach Daten der US-Energieinformationsbehörde gingen 2024 rund 84 Prozent des dort verschifften Rohöls und Kondensats sowie 83 Prozent des Flüssigerdgases nach Asien.

Reuters meldete zudem, dass US-Öl zuletzt wieder über 100 US-Dollar je Barrel geschlossen hat. Bleibt die Route länger gestört, trifft das also nicht nur die Golfregion, sondern vor allem große Abnehmer in Asien und die weltweiten Energiemärkte.

Für Anleger und Unternehmen ist das eine heikle Gemengelage. Trump will den Krieg offenbar begrenzen und die teuerste Folgefrage vertagen. Doch genau diese Vertagung könnte den Druck auf Ölpreise, Inflation und Lieferketten verlängern. Dies soll kurzfristig militärische Ziele absichern.

Finanzmärkte reagieren zunehmend auf Unsicherheit

Julian Emanuel von Evercore ISI sieht den 6. April als potenziellen Wendepunkt, wenn Trump die Pause bei den Angriffen auf iranische Energieanlagen aufhebt. Dies könnte den Ölpreis und die Wall Street beeinflussen. Emanuel empfiehlt Investoren, auf mögliche Marktkorrekturen zu reagieren und Chancen zu ergreifen, wenn der S&P 500 um 3 Prozent fällt.

In den kommenden Wochen wird sich zeigen, ob eine politische Lösung für die Blockade gefunden wird. Sollte ein Durchbruch erfolgen, erwarten Analysten einen kräftigen Aufschwung an den Märkten.

Autor: sbh-Redaktion/neb


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