Die wehende Flagge der EU.
Quelle: - ©unsplash.com:
Google
dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 195

Südosteuropäische Lkw-Fahrer blockieren EU-Außengrenzen

BELGRAD (dpa-AFX) - Lastwagenfahrer aus den südosteuropäischen Ländern Serbien, Bosnien-Herzegowina, Nordmazedonien und Montenegro protestieren mit Grenzblockaden gegen strenge EU-Aufenthaltsregeln. Seit den Mittagsstunden blockieren die Lkw-Fahrer die Güterabwicklung an den Grenzen ihrer Länder zu den EU-Nachbarländern Ungarn, Kroatien und Bulgarien, wie serbische Medien berichteten.

play Anhören
share Teilen
feedback Feedback
copy Kopieren
newsletter
font_big Schrift vergrößern
Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die unbefristete Aktion richtet sich demnach gegen die zunehmend strikte Durchsetzung einer Aufenthaltsregelung der EU, der zufolge sich Nicht-EU-Bürger aus europäischen Ländern nur 90 Tage innerhalb eines 180-Tage-Zeitraums im Gebiet der EU aufhalten dürfen. Lastwagenfahrer, die nahezu täglich zwischen ihren eigenen und den EU-Ländern hin- und herfahren, können diese Regel kaum einhalten.

Regel besteht seit längerem

Die Regel besteht seit längerem, wurde aber früher gegenüber Lastwagenfahrern und Pendlern nicht umgesetzt. Die Lage änderte sich, seitdem die EU-Grenzorgane einreisende Nicht-EU-Bürger an den Außengrenzen computergestützt registrieren und somit ihre genaue Aufenthaltsdauer erfassen. Frächterverbände aus dem Balkan klagen, dass in den letzten Monaten hunderte Lastwagenfahrer aus der Region in Deutschland und anderen EU-Ländern wegen Überschreitung der zulässigen Aufenthaltsdauer polizeilich angehalten und wie irregulär eingereiste Migranten abgeschoben wurden.

"90 Tage in sechs Monaten reichen schlicht nicht aus", sagte Nedjo Mandic vom serbischen Verband der Transportunternehmen zum serbischen Fernsehsender N1. "In dieser Zeitspanne können unsere Fahrer nicht ausreichend Geld verdienen, wir können unsere Kosten nicht decken und sind gezwungen, den Betrieb einzustellen."

Ein Sprecher der EU-Kommission sagte in Brüssel, die Union sei sich der Sorgen bewusst, die die Transportunternehmen der Balkanregion zum Ausdruck bringen. "Wir beobachten die Lage genau und sind mit unseren Partnern in der Region in Kontakt", fügte er hinzu. Bemühungen, um Abhilfe zu schaffen, seien im Gange./wea/gm/DP/mis

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.


Weitere Artikel des Autors

Themen im Trend