- Der Stromverbrauch in Ostdeutschland sank auf 93,3 TWh.
- 75 Prozent des Stroms kamen aus erneuerbaren Quellen.
- 50Hertz erteilte 90 Zusagen für neue Netzprojekte.
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Das waren 0,7 TWh weniger als im Jahr davor. Eine Terawattstunde entspricht einer Milliarde Kilowattstunden. Außer der schwachen Konjunktur zeige sich auch, dass sich die Zahl der Elektroautos und Wärmepumpen nur langsam erhöhe. "Der Stromverbrauch hat nach wie vor keinen dynamischen Anstieg. Aber wir werden einen Anstieg sehen, daran gibt es gar keinen Zweifel" sagte 50Hertz-Chef Stefan Kapferer mit Blick auf die langfristige Entwicklung.
75 Prozent des Stromverbrauchs kam aus Erneuerbaren
Rund drei Viertel des verbrauchten Stroms kam 50Hertz zufolge aus erneuerbaren Quellen wie Wind und Sonne. Die Stromerzeugung aus Windenergie und Photovoltaik-Anlagen im Netzgebiet von 50Hertz lag den Angaben zufolge bei 69 TWh. Die PV-Erzeugung stieg deutlich von 17,2 TWh im Jahr 2024 auf fast 20 TWh im vergangenen Jahr. Die Windenergie nahm hingegen leicht ab, von 41,6 Terawattstunden auf 39.
Kapferer betonte, dass 2025 ein schwaches Windjahr gewesen sei, besonders im ersten Quartal. Die Stromerzeugung durch Wind an Land sei aber besonders wichtig für die Energiewende und deutlich größer als bei einer vergleichbaren Menge an Solarkapazitäten.
Dutzende Anträge für Anschluss neuer Netzprojekte
Ein schwieriges Thema für 50Hertz bleibt der Anschluss neuer Netzprojekte wie Rechenzentren, Großbatteriespeicher oder PV-Freiflächenanlagen. Der Übertragungsnetzbetreiber hat bisher 90 Anschlusszusagen für solche Projekte erteilt, die bis 2030 beginnen sollen. Aktuell lägen weitere Anträge für 140 Batteriespeicher mit einer Gesamtleistung von knapp 53 Gigawatt, 17 Rechenzentren (9,4 GW) und zwei Elektrolyseure (0,7 GW) vor.
Damit bei der Vergabe der Anschlüsse keine Staus entstehen, werden die Zusagen ab dem 1. April nach dem Reifegrad der einzelnen Projekte vergeben und nicht mehr nach dem Prinzip des schnellsten Antragstellers. "Diese Anpassung war dringend erforderlich - wären wir beim alten Verfahren geblieben, wären innerhalb kürzester Zeit auch über 2030 hinaus alle verfügbaren Netzanschlüsse blockiert worden", teilte 50Hertz-Chef Kapferer mit./maa/DP/stw
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