- Steinmeier fordert Investitionen im Lobito-Korridor.
- Der Korridor ist 1.300 Kilometer lang und wichtig.
- USA und EU investieren massiv in das Projekt.
- Deeskalation im Iran-Konflikt - Diese 3 Aktien könnten jetzt stark profitieren! (hier klicken)
Bei der Ausschreibung des Projekts habe sich ein europäisches Konsortium durchgesetzt. "Das schafft natürlich auch Investitionsmöglichkeiten längs dieser Infrastrukturverbindung für europäische, auch für deutsche Unternehmen", betonte Steinmeier.
Lobito-Korridor soll Chinas Neuer Seidenstraße Konkurrenz machen
Der Korridor ist eine rund 1.300 Kilometer lange Eisenbahnverbindung von der angolanischen Küstenstadt Lobito bis zu den rohstoffreichen Gegenden im Süden der Demokratischen Republik Kongo und weiter in den Kupfergürtel Sambias. Die Strecke soll die Beförderung von kritischen Mineralien wie Kupfer und Kobalt an die Küste beschleunigen, so ihren Export erleichtern und Europas Industrien unabhängiger von China machen.
Wie die Europäische Union investieren auch die USA massiv in das Projekt. Der Ausbau der alten Strecke, die nur mit geringer Geschwindigkeit befahren werden kann, gilt auch als Konkurrenzprojekt zur Neuen Seidenstraße Chinas. Steinmeier fuhr mit dem Zug ein Stück auf der eingleisigen und rumpeligen Strecke.
Steinmeier würdigt Arbeit von Minenräumern
Steinmeier besuchte auch ein Minenräumprojekt der Organisation Halo Trust und ließ sich deren Arbeit erläutern. Nach Einschätzung der Organisation liegen aus der Zeit des Bürgerkrieges nach dem Erlangen der Unabhängigkeit Angolas vor 50 Jahren noch immer Zehntausende Minen allein in diesem Land im Boden. Sie gefährden zum Beispiel spielende Kinder und Bauern bei der Feldarbeit.
Der Bundespräsident schaute sich auch ein Rehabilitationszentrum für Minenopfer an, das während eines Besuches von Prinzessin Diana 1997 ins Leben gerufen worden war. Dort werden Prothesen für Schwerverletzte gebaut und angepasst. Mit Hilfe von Ärzten lernen die Minenopfer dann das Laufen mit den ungewohnten Hilfen.
Es gehe jedem nahe, wenn Menschen durch Minen zum Beispiel beide Beine weggerissen werden, sagte Steinmeier. "Deshalb begrüße ich es sehr, dass Deutschland diese Minenräumprojekte weltweit unterstützt."
Steinmeier hatte vor Angola die Länder Ägypten und Ghana besucht. Er wollte am späten Abend nach Berlin zurückfliegen./sk/DP/nas
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.