Obwohl die Zahl der Geburten schon seit 2013 rückläufig ist, sank sie in den vergangenen vier Jahren deutlich. Nach Angaben des Gesundheitsministeriums des Landes in Südostasien ist die Geburtenrate 2024 auf 1,91 Kinder pro Frau zurückgegangen. Sie liegt damit Experten zufolge unter dem für die Aufrechterhaltung einer stabilen Bevölkerung erforderlichen Niveau. Im Jahr 2021 lag die Kennzahl noch bei 2,11 Kindern pro Frau.
Nach Ende des Vietnamkriegs starker Bevölkerungszuwachs
In den Jahren nach dem Ende des Vietnamkriegs erlebte das Land einen Bevölkerungsboom: Von rund 46 Millionen im Jahr 1975 stieg die Zahl der Einwohner auf mehr als 100 Millionen im Jahr 2025. Die Zwei-Kind-Politik wurde erstmals 1963 eingeführt, als das damals eigenständige Nordvietnam aufgrund des starken Bevölkerungswachstums der überwiegend armen und ländlichen Bevölkerung begann, eine entsprechende Norm zu befürworten.
China seit neun Jahren ohne Ein-Kind-Politik
Auch in anderen Ländern Asiens setzen rückläufige Geburtenraten die Politik unter Zugzwang. In China, der zweitgrößten Volkswirtschaft der Welt, etwa gilt wegen des sich zuspitzenden Demografie-Problems seit Jahresbeginn eine neue Regelung zur Erhöhung des Renteneintrittsalters. Diese sieht nach offiziellen Angaben vor, dass in den kommenden 15 Jahren Männer schrittweise mit 63 statt 60 Jahren in den Ruhestand gehen können.
Trotz des Endes der Ein-Kind-Politik vor neun Jahren bekommen Frauen im Schnitt nur rund 1,1 Kinder. Wegen hoher Bildungskosten können sich viele Familien in Städten unter der schwierigen Wirtschaftslage nicht mehr als ein Kind leisten./ch/DP/men
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