Söder: Bundesregierung tut zu wenig für Urlauber in Nahost
BERLIN/MÜNCHEN (dpa-AFX) - Der bayerische Ministerpräsident Markus Söder (CSU) wirft der schwarz-roten Bundesregierung Versäumnisse bei der Rückholung in Nahost gestrandeter deutscher Touristen vor. "Das ist mir noch alles ein bisschen zu wenig. Das könnte noch verstärkt werden. Es sind zu wenig Maschinen im Einsatz", sagte Söder dem Sender Welt TV.
Die Bundesregierung solle prüfen, ob sie nicht auch mit Bundeswehrmaschinen helfen könne. Der Anfang der Rückholaktion sei zäh gewesen, nun laufe sie an. "Ich finde, das noch mehr passieren kann." Die oberste Pflicht eines Staates sei es, die eigenen Bürger zu schützen und ihnen in Krisensituationen zu helfen.
Tausende sitzen weiter fest
"Wir sind indirekt natürlich in diesem Krieg involviert, weil unsere deutschen Urlauber betroffen sind", so Söder.
Nach Ausbruch der Angriffe auf den Iran sind Zehntausende deutsche Touristen in Nahost gestrandet. Mittlerweile sind erste Evakuierungsflüge der Bundesregierung ausgeflogen, auch 500 Kreuzfahrtgäste sollten am Donnerstag ausreisen können. Viele sitzen jedoch weiterhin fest./swe/DP/jha
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