- Siemens-Aktie erholt sich nach einer Kurskrise.
- Aktionäre profitieren von einem positiven Analystenkommentar.
- Die Aktie könnte sich bis auf 260 Euro steigern.
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DAX-Leader zum Wochenauftakt: Siemens-Aktie erholt sich stark
Nach einem schwachen Jahresauftakt und einer Kurskrise auf dem Höhepunkt des Iran-Krieges hat sich die Aktie von Siemens in den vergangenen 3 Wochen berappelt und eine starke Erholungsbewegung eingeleitet. Grundsätzlich profitieren die Münchner wie die inzwischen eigenständige Tochter Siemens Energy von den Mega-Trends Künstliche Intelligenz und Elektrifizierung.
Zum Wochenauftakt gab innerhalb des deutschen Leitindex DAX Indexschwergewicht Siemens mit einem Plus von zeitweise über 4 Prozent den Ton an. Die Anteile profitierten von einem positiven Analystenkommentar von Bernstein.
| Strategie | Hebel | |||
| Steigender Kurs |
Call
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5
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10
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20
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| Fallender Kurs |
Put
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5
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10
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20
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Das Research-Haus hob sein Kursziel von 290 auf 300 Euro an und bekräftigte seine Bewertung mit "Outperform" – Analyst Alasdair Leslie, der laut des Vergleichsportals für Wall-Street-Expertinnen und -experten TipRanks als überdurchschnittlich zuverlässig gilt, rechnet innerhalb der kommenden 6 bis 12 Monate mit einer Neubewertung der Aktie.
Durchmarsch ans Allzeithoch oder abruptes Rallye-Ende zu befürchten?
Die ist am Montag mit 250 Euro über eine charttechnisch bedeutende Schwelle geklettert. Ist der Weg zu neuen Allzeithochs damit frei oder müssen Anlegerinnen und Anleger mit einem vorzeitigen Ende der Erholung und neuen Verlusten rechnen?

Trotz kurzfristigem Schock ist hier alles im Rahmen geblieben
Langfristig befindet sich die Siemens-Aktie in einer mehrjährigen Aufwärtsbewegung, die nach dem Bärenmarkttief im Herbst 2022 nach einem Doppelboden bei rund 100 Euro gestartet wurde. Seither hat die Aktie rund 150 Prozent an Wert gewonnen. Zeitweise waren die Kursgewinne sogar noch deutlich größer, doch das Allzeithoch im Bereich von 275,75 Euro konnte nach fehlenden Anschlusskäufen nicht verteidigt werden.
Hierfür sorgten aus technischer Perspektive die bearishen Divergenzen in den Indikatoren RSI und MACD, welches das Hoch der Aktie Mitte Februar nicht mit eigenen Hochs bestätigen konnten. Für die Korrektur im März, die sich innerhalb eines steilen Abwärtstrendkanals mit einer Breite von rund 15 Euro vollzog, gibt es neben dem Iran-Krieg also auch eine technische Erklärung.
Dieser Aufwärtsimpuls hat noch Luft nach oben, aber ...
Die liegt umgekehrt auch mit Blick auf die aktuelle Aufwärtsbewegung vor. Ausgehend von der Unterstützung bei 200 Euro sowie überverkauften Zuständen der Aktie (RSI < 30) startete Ende März trotz des Verkaufssignals durch die gleitenden Durchschnitte (Death Cross) eine Erholung. Die wird gegenwärtig von Aufwärtstrends der technischen Indikatoren begleitet, was für Nachhaltigkeit spricht. Mit 250 Euro ist nun wichtiger Widerstand erreicht.
Kann dieser dauerhaft überwunden werden, stehen Siemens vor neuen Allzeithochs nur noch 260 Euro im Weg. Die stark verbesserte Trendstärke der Aktie spricht für fortgesetzte Kursgewinne – auch innerhalb des aktuellen Aufwärtstrendkanals ist noch Platz, ohne dass eine Trendverschärfung nötig wäre.
Der Relative-Stärke-Index ist inzwischen zwar fortgeschritten, aber noch nicht so überkauft, wie er das in der Vergangenheit zumindest auf Tageskursbasis schon war. Auch das spricht dafür, dass der aktuelle Impuls noch etwas Luft hat. Sollte es doch zu einem vorzeitigen Pullback kommen, hat die Siemens-Aktie ausgehend von den zuletzt zurückeroberten Unterstützungen jederzeit neue Anstiegschancen. Hierfür sorgen technisch starke, aber noch nicht überkaufte RSI-Werte von 58,5 und 61,2 auf Wochen- und Monatsbasis.
Fazit: Das passt, Anlegerinnen und Anleger bleiben an Bord
Siemens befindet sich nach einer Kurskrise im März in einem steilen Erholungstrend. Dieser ist aus technischer Perspektive gut unterstützt und verfügt über weiteres Potenzial bis mindestens 260 Euro. Vor einem Anstieg auf neue Allzeithochs könnte es jedoch aufgrund des kurzfristig fortgeschrittenen RSI zu Konsolidierungen kommen. Mittel- und langfristig ist jedoch noch genug Luft nach oben.
Die Bewertung ist mit einem KGVe von 23,1 für 2026 und von 20,4 für 2027 kein Schnäppchen angesichts des 10-Jahres-Mittels von 17,6. Der Aufschlag lässt sich jedoch mit dem gegenüber den Vorjahren beschleunigten Wachstum sowie der grundsätzlichen Neubewertung in der Industriebranche mit KI- und Energie-Exposure begründen. Rückenwind mag die Bewertung daher gegenwärtig zwar nicht liefern, sie sorgt aber auch nicht für Gegenwind.
Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross
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