Sechs Bundesländer starten Open-Source-Bildungsplattform

dpa-AFX  | 
aufrufe Aufrufe: 151
A-
A+
Lesemodus
playAudio
playTeilen
Ein Gebäude des Softwareriesen Microsoft.
- pixabay.com

BERLIN (dpa-AFX) - Im Bemühen um mehr digitale Souveränität im Bildungswesen gehen sechs deutsche Bundesländer einen neuen Weg. Berlin, Bremen, Hamburg, Hessen, Nordrhein-Westfalen und Rheinland-Pfalz haben sich auf einen Rahmenvertrag für eine digital souveräne Open-Source-Bildungsplattform geeinigt, die ohne Software von US-Tech-Riesen wie Microsoft oder Google auskommt. Wie am Rande des Digital-Gipfels der Bundesregierung in Berlin bekannt wurde, bildet die Software des Stuttgarter Unternehmens Nextcloud die technische Basis der Lösung. Der Berliner Hosting-Anbieter Ionos stellt die Infrastruktur bereit.

Für dich zusammengefasst:
Hinweis

Die Beschaffung wird über die Genossenschaft Govdigital eG abgewickelt, was es den Ländern ermöglicht, die Lösung ohne erneute Ausschreibungsverfahren zu beziehen. Govdigital eG ist das zentrale Kooperationsbündnis öffentlicher IT-Dienstleister in Deutschland.

Abhängigkeit von Microsoft und Google reduzieren

Das Projekt markiert einen bedeutenden Schritt, um die Abhängigkeit von großen US-Konzernen zu verringern. Gerade im Schulalltag, in dem Schüler frühzeitig im Umgang mit digitalen Werkzeugen geprägt werden, sehen Experten die Gefahr langfristiger Bindungen an proprietäre Systeme. Die neue Plattform soll als datenschutzkonforme Alternative dienen, die insbesondere den Anforderungen der Datenschutz-Grundverordnung entspricht und Schutz vor dem Zugriff durch US-Behörden bietet, wie er etwa durch den US Cloud Act ermöglicht wird.

Frank Karlitschek, Gründer und Geschäftsführer von Nextcloud, sieht in der Vereinbarung eine strategische Weichenstellung. Er betont, dass der öffentliche Sektor eine entscheidende Rolle bei der Etablierung europäischer Softwarelösungen spiele. "Wir brauchen europäische Champions, um digitale Souveränität zu erreichen und den europäischen Softwaresektor zu stärken", sagte Karlitschek der dpa. Der Staat könne dabei als sogenannter Leuchtturm-Kunde fungieren, der durch seine Nachfrage den Aufbau solcher Alternativen erst ermögliche. "Wir benötigen auch keine Fördergelder, sondern einfach nur Leuchtturm-Kunden."

Werte aus dem Artikel:
Microsoft Aktie 451,75 € -0,29%
Alphabet Aktie 249,15 € +0,30%
IONOS Group Aktie 35,18 € -2,28%

Modell für öffentlichen Dienst und Privatwirtschaft

Während die sechs Länder nun gemeinsam starten, gibt es bereits Vorreiter im Bereich der digitalen Souveränität. So setzt Schleswig-Holstein bereits seit rund zwei Jahren eigenständig auf Nextcloud-Lösungen und ist daher nicht Teil des aktuellen Vergabepakets. Die neue Plattform soll den Schulen eine breite Palette an Funktionen bieten, darunter Dateiaustausch, Chat, Videokonferenzen, E-Mail, Kalender und Office-Anwendungen. Das Angebot richtet sich langfristig nicht nur an den Bildungssektor, sondern soll als Modell für den gesamten öffentlichen Dienst sowie die Privatwirtschaft dienen./chd/DP/zb


Knockout von Ing Markets Werbung

Passende Knock-Outs

Strategie Hebel
Steigender Kurs
Call
5
10
20
Fallender Kurs
Put
5
10
20
Den Basisprospekt sowie die Endgültigen Bedingungen finden Sie jeweils hier: DE000NB7BEY6 , DE000NB7BB13 , DE000NB7CF67 , DE000NB2UN94 , DE000NB3CGJ9 , DE000NB706L2 . Bitte informieren Sie sich vor Erwerb ausführlich über Funktionsweise und Risiken der Produkte. Bitte beachten Sie auch die weiteren Hinweise zu dieser Werbung.
Warnung
Im Durchschnitt erleiden 7 von 10 Kleinanlegern Verluste beim Handel mit Turbo-Zertifikaten. Turbo-Zertifikate sind hoch risikoreiche Produkte und nicht für langfristige Anlage­strategien geeignet.

Ähnliche Artikel

Dein Kommentar zum Artikel im Forum

Jetzt anmelden und diskutieren Registrieren Login

Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.

Themen im Trend

Weitere Vorteile:

  • Kursalarme
  • Watchlists & Musterdepots
  • Börsenspiele & Community-Forum
  • Historische Kurse im CSV-Format
  • News & Themen abonnieren