SEC-Krypto-Taskforce soll Bitcoin vor Quantencomputern schützen
Viele Krypto-Anleger fürchten sich vor Quantencomputer-Attacken. Eilt nun die US-Börsenaufsicht zum Schutz von Bitcoin, Ethereum und Co. herbei?
Noch vor einem Jahr kaum vorstellbar, nun Realität in der Krypto-Welt: Ausgerechnet die US-Börsenaufsichtsbehörde (SEC), unter Ex-Chef Gary Gensler noch skeptisch gegenüber der Branche, soll bald Bitcoin, Ethereum und andere digitale Assets beschützen.
Die potentielle Gefahr: Quantencomputer-Attacken, die sich gegen die Kryptowährungen richten. Stakeholder drängen die Krypto-Taskforce der SEC daher zu schnellem Handeln.
Ein der SEC vorgelegter Vorschlag warnt, dass Quantencomputer die kryptografischen Grundlagen von Bitcoin, Ethereum und dem gesamten Ökosystem zerstören könnten.
Das Post-Quantum Financial Infrastructure Framework (PQFIF) will der US-Börsenaufsichtsbehörde eine klare Roadmap zum Schutz der US-Märkte vor neuen Quantenrisiken mitgeben. Dadurch könne man der Quantum-Gefahr zuvorkommen.
Verfasst wurde das Dokument von Daniel Bruno Corvelo Costa mit Unterstützung einer breit aufgestellten Krypto-Arbeitsgruppe aus Branchen- und Technologieexperten.
Unter anderem heißt dort, dass Fortschritte bei kryptografisch relevanten Quantencomputern (CRQC) “die grundlegende Sicherheit, die Assets in Höhe von Billionen US-Dollar schützt, untergraben könnten”.
Das würde “zu systemischen Risiken, katastrophalen Verlusten für Anleger und einem vollständigen Vertrauensverlust des Marktes führen”.
Ein dringendes Problem sei vor allem das systemische Risiko eines plötzlichen Quantensprungs. Experten warnen, dass der “Q-Day”, an dem Quantencomputer die Verschlüsselung von Bitcoin knacken können, bereits 2028 eintreten könnte.
Der Vorschlag sieht eine schrittweise Umstellung vor. Zunächst würde er Krypto-Nutzer daran hindern, Gelder an ältere Adressen zu senden, die für Quantenangriffe anfällig sind. Etwa fünf Jahre später würde er alle auf solchen Adressen gespeicherten Coins einfrieren.
Außerdem sollen Institutionen ihre kritischsten und wertvollsten Systeme zuerst verlagern. Für die notwendige Krypto-Transformation brauche es auch eine strenge SEC-Beaufsichtigung, um weitere Verzögerungen zu vermeiden.
Wie realistisch das Szenario von Quantencomputer-Angriffen auf Bitcoin, Ethereum und Co. wirklich ist, erklärt Quantenphysiker Markus Pflitsch gegenüber BTC-ECHO im Interview: “Man muss jetzt beginnen“.
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