Salzgitter hebt nach einem starken ersten Halbjahr die Jahresprognose an. Das Vorsteuerergebnis EBT VX drehte von −84 Mio. Euro auf 258 Mio. Euro. Der neue EU-Schutzschild verknappt billige Importe und stützt die Preise auf dem europäischen Heimatmarkt. Ab 2027 liefert das deutsche Infrastrukturpaket den zusätzlichen Mengenimpuls.
Salzgitter überrascht mit vorläufigen Halbjahreszahlen
Der europäische Stahlsektor galt in den vergangenen Quartalen als Sorgenkind der Industrie, geprägt von volatilen Rohstoffkosten und einer schleppenden Nachfrage. Doch die vorläufigen Zahlen der Salzgitter AG für das erste Halbjahr 2026 zeichnen nun ein völlig anderes Bild. Der zweitgrößte deutsche Stahlproduzent hat die Erwartungen des Marktes pulverisiert und schwenkt operativ auf einen klaren Erholungskurs ein. Zwar sank der Außenumsatz in den ersten sechs Monaten des Jahres leicht auf 4,6 Mrd. Euro, nach 4,7 Mrd. Euro im Vorjahreszeitraum. Die Profitabilität explodierte jedoch regelrecht: Das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA VX) schoss auf 459 Mio. Euro nach oben – im Vorjahreszeitraum standen hier lediglich 117 Mio. Euro zu Buche. Noch deutlicher zeigt sich der Turnaround beim Vorsteuerergebnis (EBT VX), das mit 258 Mio. Euro wieder tief in die Gewinnzone drehte, nachdem im ersten Halbjahr 2025 noch ein Verlust von -84 Mio. Euro verbucht werden musste. Als starker Ergebnistreiber erwies sich dabei erneut die at-equity einbezogene Beteiligung am Kupferkonzern Aurubis, die 193 Mio. Euro zum Erfolg beitrug.
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