Auch die Exporte nach Russland schrumpften kräftig: 2024 lieferte Deutschland Waren im Wert von 7,6 Milliarden Euro nach Russland und damit 71,6 Prozent weniger als im Jahr 2021.
Mittlerweile 17. Sanktionspaket in Kraft gesetzt
Die EU-Staaten hatten erst im Mai angesichts des anhaltenden Angriffskriegs gegen die Ukraine das mittlerweile 17. Sanktionspaket gegen Russland in Kraft gesetzt. Es sieht unter anderem eine weitere Verschärfung des Vorgehens gegen die sogenannte russische Schattenflotte für den Transport von Öl (Rohöl) und Ölprodukten vor. Weitere Sanktionen der EU zielen unter anderem auf Ausfuhrverbote für industrie- oder militärnahe Güter und auf den Zugang Russlands zu Kapital- und Finanzmärkten.
Russland auf Platz 59 der wichtigsten Lieferländer
Der Anteil Russlands an den gesamten Importen nach Deutschland gab 2024 auf gut 0,1 Prozent nach - 2021 lag er noch bei 2,8 Prozent. Zugleich hatte Russland im vergangenen Jahr nur noch einen Anteil von 0,5 Prozent an allen Warenausfuhren aus Deutschland, nach 1,9 Prozent im Jahr 2021. Damit rutschte Russland 2024 aus deutscher Sicht auf Rang 59 der wichtigsten Lieferländer bei den Importen ab, nach Rang 12 im Jahr 2021. Bei den Exporten lag Russland im vergangenen Jahr auf Rang 36, im Jahr 2021 war es Rang 15.
Bis in die zweite Jahreshälfte 2022 war Russland noch ein wichtiger Energielieferant für Deutschland. Im vergangenen Jahr bezog Deutschland aus Russland vor allem Metalle sowie chemische Erzeugnisse, Nahrungs- und Futtermittel. Umgekehrt lieferte Deutschland vor allem pharmazeutische und chemische Erzeugnisse sowie Maschinen.
Auch die EU insgesamt hat ihren Handel mit Russland deutlich reduziert. Die Einfuhren gingen von gut 163,6 Milliarden Euro im Jahr 2021 auf 36 Milliarden Euro im vergangenen Jahr zurück. Bei den Exporten aus der EU nach Russland belief sich das Minus binnen drei Jahren auf 64,6 Prozent. 2024 exportierte die EU Waren für knapp 31,6 Milliarden Euro nach Russland./csc/DP/mis
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