"Jetzt können sie auf christliche Weise der Erde übergeben werden", schrieb Medinski bei Telegram. Er hatte seit Tagen kritisiert, dass die Ukraine die Überreste von Tausenden Soldaten nicht abnehme und forderte Kiew auf, den in Istanbul Anfang des Monats getroffenen Vereinbarungen nachzukommen. Die Angehörigen in der Ukraine sollten sich so von ihren Gefallenen verabschieden können.
Medinski: Istanbuler Vereinbarungen werden weiter umgesetzt
Russland hatte die Leichen bereits am Wochenende zur Übergabe gefahren und von einer "humanitären Aktion" gesprochen; die Ukraine kritisierte hingegen, dass es keine Terminabsprache gegeben habe. Bei den Verhandlungen in der Türkei wurde die Rückgabe der sterblichen Überreste von insgesamt mehr als 6.000 Soldaten vereinbart - von Russland an die Ukraine. Unklar war, wie viele in der Ukraine getötete eigene Soldaten Russland zurückerhält.
Die Arbeit an der Umsetzung der Istanbuler Vereinbarungen werde fortgesetzt, sagte Medinski. An diesem Donnerstag solle ein Austausch von schwerverletzten Kriegsgefangenen erfolgen. Die Ukraine und Russland hatten in den vergangenen Tagen bereits eine nicht näher genannte Zahl an Gefangenen ausgetauscht. In Istanbul war vereinbart worden, dass jede Seite 1.200 Gefangene freilässt - unter 25-Jährige, Schwerverletzte und Schwerkranke.
Die Ukraine wehrt sich seit mehr als drei Jahren gegen eine russische Invasion. In dem Krieg hatte es wiederholt Austausche von Gefangenen und auch die Rückgabe von Leichen gegeben./ast/DP/jha
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