Versteckte Kosten sollten in Preisen sichtbar werden
Die Studie des Forums Ökologisch-Soziale Marktwirtschaft (FÖS) wurde von Greenpeace in Auftrag gegeben. "Die Folgekosten unserer Ernährung sind enorm und müssen besser in die Preise für Lebensmittel und deren Produktion einbezogen werden", sagte Beate Richter, Referentin für Agrarpolitik beim FÖS. "Würden diese bislang versteckten Folgekosten in den Supermarktregalen für Verbraucherinnen und Verbraucher erkennbar, könnten Konsum und Produktion nachhaltiger und wirtschaftlicher werden", meinte die Expertin.
Matthias Lambrecht, Landwirtschaftsexperte von Greenpeace, forderte die Bundesregierung auf, klimafreundliche Lebensmittel von der Mehrwertsteuer zu befreien und so die richtigen Anreize für Verbraucherinnen und Verbraucher zu setzen. "Weiter umweltschädlich erzeugte Lebensmittel zu subventionieren, lässt uns am Ende alle draufzahlen", meinte der Experte.
Minister: Regionaler Fleischkonsum auch dem Klima dienlich
Der Vorsitzende der Agrarministerkonferenz, Baden-Württembergs Ressortchef Peter Hauk, kritisierte die Studie. "Ein regionaler Fleischkonsum ist durchaus auch dem Klima und der Biodiversität dienlich", sagte der CDU-Politiker. Ohne Kreislaufwirtschaft könne kein nachhaltiger Anbau von Obst und Gemüse garantiert werden.
Ohne Wiederkäuer gebe es zudem keine Chance, Grünland nachhaltig offenzuhalten und so einen wichtigen CO2-Speicher zu sichern. Zudem gingen ohne Weidetierhaltung positive Effekte für den Erhalt der Biodiversität und Kulturlandschaft verloren. "Wer also Fleisch aus regionaler Erzeugung kauft und isst, der trägt auch zum Erhalt der Biodiversität und zum Klimaschutz bei", sagte Hauk./gw/DP/zb
Hinweis: ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen. Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link „Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.