Israel habe den Angriff einseitig begonnen und die US-Regierung informiert, dass es den Schritt als nötige Selbstverteidigung bewerte. "Wir sind bei den Angriffen auf den Iran nicht involviert und unsere oberste Priorität ist es, die amerikanischen Truppen in der Region zu beschützen", erklärte Rubio weiter.
Erst am Mittwoch war bekanntgeworden, dass die USA aufgrund der angespannten Lage im Nahen Osten ihr Botschaftspersonal im Irak reduzieren. Zudem sollen Medienberichten zufolge teils auch Familienangehörige von in der Region stationierten Soldaten evakuiert worden sein.
USA haben viele Stützpunkte in der Region
Die Stützpunkte des US-Militärs am Persischen Golf, etwa in Bahrain und Katar, sind Luftlinie nicht sehr weit vom Iran entfernt und könnten im Falle einer Eskalation zu Zielen werden. In seinem Nachbarland Irak wiederum übt der Iran großen Einfluss aus, unter anderem über verbündete schiitische Milizen.
US-Präsident Donald Trump war am Abend (Ortszeit) noch wenige Minuten vor dem Bekanntwerden erster Informationen zu den Angriffen bei einem Picknick mit Vertretern des US-Kongresses im Garten des Weißen Hauses gewesen. Am Mittag hatte er angedeutet, es sehe wohl so aus, als ob es zu einem solchen israelischen Angriff kommen könnte. Der Iran dürfe keine Atomwaffen haben, betonte er.
Nach Rubios Stellungnahme erklärte das Weiße Haus am Abend gegenüber Journalisten, dass nicht mehr mit Auftritten des Präsidenten zu rechnen sei. Dieser vom Presseamt mitgeteilte sogenannte Lid (Englisch für "Deckel") ist nicht ungewöhnlich, sondern tägliches Prozedere.
Trump wollte eine Verhandlungslösung erzielen
Trump hatte im Streit um Irans umstrittenes Atomprogramm zuletzt auf Verhandlungen mit Teheran gesetzt. Am Sonntag sollte es Berichten zufolge erneut Gespräche geben - doch das war der Stand vor dem israelischen Angriff. Für den Fall eines Scheiterns der Gespräche hatte Trump dem Iran auch wiederholt mit Militärschlägen gedroht.
Am Donnerstagmittag hatte Trump noch gesagt, dass man einer Einigung mit Teheran sehr nah sei. Solange er glaube, dass es ein Abkommen geben werde, lehne er einen israelischen Angriff ab, sagte er bei einem Auftritt im Weißen Haus weiter - rund acht Stunden vor Bekanntwerden des Angriffs./jbz/DP/zb
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