Mehr als 4,1 Milliarden Euro Schäden
Im Juni 2024 hatte es in Süddeutschland eine teils verheerende Hochwasserkatastrophe infolge von Starkregenereignissen gegeben. Dabei waren Schäden von mehr als 4,1 Milliarden Euro entstanden, 1,8 Milliarden Euro davon nur in Bayern. Die bayerische Staatsregierung beklagte in der Folge, dass der Bund entgegen erster Aussagen während der Naturkatastrophe bisher keine Finanzhilfen zur Verfügung gestellt hatte.
Zwischenzeitlich erklärte der Bund, ihm fehlten entsprechende Nachweise der Staatsregierung, um festzustellen, ob es sich um eine Katastrophe nationalen Ausmaßes handelt. Nur dann darf der Bund Hilfsgelder bereitstellen. Dieser Darstellung hatte Bayerns Finanzminister Albert Füracker (CSU) vehement widersprochen: Erste vorläufige Schadenszahlen seien dem Bund seit August 2024 im Detail bekannt. Nach dem Regierungswechsel im Bund hatte Füracker Klingbeil zudem bereits in einem persönlichen Schreiben auf die offene Hilfsbeteiligung hingewiesen.
Füracker: Scholz versprach Hilfen
"Die Flutkatastrophe im Frühsommer 2024 hat Schäden in Milliardenhöhe hinterlassen. Vertreter der Bundesregierung inklusive des ehemaligen Bundeskanzlers Olaf Scholz (SPD) haben sich selbst ein Bild der dramatischen Lage gemacht und Hilfe versprochen. Auf diese versprochenen Hilfen wartet Bayern noch immer", sagte Füracker der Deutschen Presse-Agentur. Nach Informationen von Fürackers Pressestelle hat Klingbeil aber noch nicht auf das Schreiben reagiert.
Bundes- und Landespolitiker besuchten Katastrophengebiete
Scholz hatte - wie viele andere Landes- und Bundespolitiker - während der Katastrophe besonders betroffene Orte besucht. In Bayern wies er dabei auf die "geübte Praxis der Solidarität" in Deutschland hin und erklärte, sie werde auch dieses Mal nach der Akuthilfe und den Aufräumarbeiten zum Ausdruck kommen./had/DP/mis
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