TURIN (dpa-AFX) - Höhere Zinsen und gesunkene Kosten haben der italienischen Großbank Intesa Sanpaolo (Intesa Sanpaolo Aktie) im dritten Quartal einen überraschend starken Gewinnsprung eingebracht. Unter dem Strich stand ein Gewinn von 2,65 Milliarden Euro und damit 11,5 Prozent mehr als ein Jahr zuvor, wie das Geldhaus am Dienstag in Turin mitteilte. Bankchef Carlo Messina hob seine Prognose für 2026 daher ein weiteres Mal an. So soll der Überschuss die Marke von 10 Milliarden Euro nun nicht nur übertreffen, sondern sogar deutlich überschreiten. Für die Intesa-Aktie ging es nach den Nachrichten in einer ersten Reaktion trotzdem abwärts. Am späten Nachmittag legte sie dann aber um 1,4 Prozent zu.
Für dich zusammengefasst:
Intesa Sanpaolo erzielte im Q3 einen Gewinn von 2,65 Mrd. Euro.
Der Gewinn stieg um 11,5 Prozent im Vergleich zum Vorjahr.
Die Bank plant die Übernahme von Banca Monte dei Paschi di Siena.
Im dritten Quartal steigerte die Bank ihre Erträge im Jahresvergleich um vier Prozent auf rund 6,9 Milliarden Euro. Allein der Zinsüberschuss wuchs um sechs Prozent auf fast 3,9 Milliarden Euro. Zudem legte die Bank weniger Geld für mögliche Kreditausfälle zurück. Weil außerdem die Betriebskosten samt Personalausgaben sanken, ging der Gewinn noch deutlicher in die Höhe und übertraf die durchschnittlichen Erwartungen von Analysten.
Derzeit versucht das Institut für 33 Milliarden Euro seine Konkurrentin Banca Monte dei Paschi di Siena (MPS) zu übernehmen. Die offizielle Offerte solle Ende November veröffentlicht werden, berichtete die Nachrichtenagentur Bloomberg unter Berufung auf mit der Sache vertraute Personen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte als Aufsichtsbehörde zuletzt zugestimmt, dass Intesa MPS übernehmen darf.
Dagegen war MPS-Chef Luigi Lovaglio vergangene Woche bei seinen Aktionären mit seinem Vorhaben abgeblitzt, zur Abwehr der Intesa-Offerte selbst Übernahmeangebote für die Institute Banco BPM und Banca Generali abzugeben./stw/men/stk/he
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