Der Stimmungsindikator liegt leicht über der Wachstumsschwelle von 50 Punkten, was auf eine höhere wirtschaftliche Aktivität hindeutet.
In Deutschland und Frankreich, den größten Volkswirtschaften der Eurozone, verschlechterte sich der Indikator für den Dienstleistungssektor. Für Deutschland signalisiert er aber noch ein leichtes Wachstum, während in Frankreich eine Schrumpfung angezeigt wird. In Italien trübte sich der Indikator deutlicher als erwartet ein und signalisiert einen Rückgang der wirtschaftlichen Aktivität. Der spanische Indikator verbesserte sich sogar und deutet auf ein wirtschaftliches Wachstum hin. In Italien und Spanien wird keine Erstschätzung durchgeführt.
Der Indikator für die Stimmung in der Gesamtwirtschaft der Eurozone gab ebenfalls nach. Der Indexwert sank um 1,2 Punkte auf 50,7 Punkte. In einer ersten Schätzung war noch ein etwas stärkerer Rückgang auf 50,5 Punkte ermittelt worden. Volkswirte hatten auch hier eine Bestätigung der Erstschätzung erwartet.
"Der Einkaufsmanagerindex für März deutet darauf hin, dass die Wirtschaft der Eurozone bereits stark unter dem Krieg im Nahen Osten gelitten hat", kommentierte Tim Moore, Direktor für Volkswirtschaft bei S&P Global. "Die ermutigenden Wachstumsanzeichen zu Beginn des Jahres sind aufgrund steigender Energiepreise, gestörter Lieferketten, der Volatilität an den Finanzmärkten und eines erneuten Nachfragerückgangs zunichte gemacht worden." Der damit einhergehende Preisanstieg lasse das unwillkommene "Schreckgespenst einer Stagflation oder Schlimmerem" aufkommen.
Gesamt 50,7 50,5 50,5 51,9
Dienstleistungen 50,2 50,1 50,1 51,9
Industrie 51,6 51,4 51,4 50,8
DEUTSCHLAND
Dienstleistungen 50,9 51,2 51,2 53,5
Industrie 52,2 51,7 51,7 50,9
FRANKREICH
Dienstleistungen 48,8 48,3 48,3 49,6
Industrie 50,0 50,2 50,2 50,1
ITALIEN
Dienstleistungen 48,8 50,9 --- 52,3
Industrie 51,3 50,9 --- 50,6
SPANIEN
Dienstleistungen 53,3 50,6 --- 51,9
Industrie 48,7 50,5 --- 50,0
(in Punkten)°
(Angaben in Punkten)
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