- Brand an Starlink-Anlage in Bulgarien bestätigt.
- Zwei Jugendliche mit deutschen Pässen festgenommen.
- Sabotageakte bei Starlink-Anlagen nicht ausgeschlossen.
- Energiekrise als Kurstreiber:
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BERLIN/SOFIA (dpa-AFX) - Nach einem Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen ist es auch in Bulgarien zu einem Brand in einer Anlage des Satelliteninternetdienstes gekommen. Bulgariens Regierungschef Rumen Radew bestätigte in der Fragestunde des Parlaments in Sofia den Vorfall in der Nähe der Hauptstadt. Das Satellitennetz ist ein strategisch wichtiger Bestandteil der ukrainischen Verteidigung im Krieg gegen Russland.
Die Bewachung der Anlage werde nun verstärkt, sagte die bulgarische Außenministerin Welislawa Petrowa-Tschamowa der dpa in Berlin. Die Ministerin hielt sich zu einem Besuch in Deutschland auf.
Der Brand war zuvor vom prowestlichen Oppositionsbündnis Demokratisches Bulgarien (DB) öffentlich gemacht worden. Wegen laufender Ermittlungen wollte Radew keine näheren Angaben zu dem Vorfall machen.
In einer geheim gehaltenen Anlage von Starlink in der Nähe der bulgarischen Hauptstadt Sofia sollen dem Oppositionsbündnis zufolge elf von 17 Antennen am 9. Oktober vorsätzlich in Brand gesetzt worden sein. Diese Antennen dienten zur Hauptverbindung zu SpaceX
Inoffiziell: Mutmaßliche Täter mit deutschen Pässen festgenommen
Zwei Jugendliche mit deutschen Pässen seien am 12. Oktober in Bulgarien wegen des Terrorangriffs auf Starlink-Antennen festgenommen worden, berichteten bulgarische Medien übereinstimmend unter Berufung auf die Ermittlung. Die mutmaßlichen Täter im Alter von 21 und 20 Jahren hätten Migrationshintergrund, so der Bericht des Portals Faktor.bg. Die beiden waren dem Bericht zufolge legal durch den Grenzpunkt bei Kulata von Griechenland nach Bulgarien eingereist.
Es sei nicht ausgeschlossen, dass die mutmaßlichen Täter Teil einer größeren subversiven Gruppe seien, die mit den in Deutschland festgenommenen Verdächtigten für den Anschlag auf eine Starlink-Bodenstation in Polen verbunden sei, schrieb Faktor.bg.
Sabotage nicht ausgeschlossen
Die bulgarische Außenministerin Petrowa-Tschamowa betonte, dass die Starlink-Anlage nahe Sofia eine private Einrichtung sei. Das bulgarische Innenministerium habe zusätzliche Maßnahmen zur Bewachung ähnlicher Standorte ergriffen, obwohl ihre Eigentümer in der Verantwortung stünden, kündigte der bulgarische Innenminister Iwan Demerdschiew zuvor in der Fragestunde des Parlaments in Sofia an.
Der Chef der bulgarischen Agentur für nationale Sicherheit DANS, Plamen Tontschew, geht bei dem Brand in der Starlink-Anlage bei Sofia von Sabotage aus. "Derartige Sabotage-Akte sind auch in Zukunft nicht ausgeschlossen", warnte er im bulgarischen Parlament.
Am 23. September war in einem Terminal von Starlink südlich von Warschau ebenfalls ein Brand ausgebrochen. Am Dienstag wurden in Nürtingen bei Stuttgart zwei mutmaßliche Saboteure festgenommen, die den Anschlag verübt haben sollen. Die Regierung in Warschau vermutet russische Geheimdienste hinter der Tat./el/DP/he
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