BEIRUT/TEL AVIV (dpa-AFX) - Israels Militär bombardiert eigenen Angaben zufolge trotz formell geltender Waffenruhe erneut Ziele der vom Iran unterstützten Hisbollah im Libanon. Die israelische Armee teilte am Abend auf der Plattform Telegram mit, sie habe mehr als 20 Infrastrukturanlagen der Miliz im Süden sowie in der Bekaa-Ebene im Nachbarland ins Visier genommen. Zu den Zielen gehörten Waffenlager und Raketenabschussstellungen der Hisbollah.
Die Bekaa-Ebene erstreckt sich im Osten des Landes. Das israelische Militär hat dort seit Beginn der Feuerpause nicht mehr angegriffen. Nun teilte die israelische Armee weiter mit, im Südlibanon seien militärische Anlagen und Abschussrampen getroffen worden, die von der Hisbollah genutzt würden, um Raketen auf Israel abzufeuern. Die Armee werde weiter gegen Bedrohungen für israelische Zivilisten und Soldaten vorgehen - im Einklang mit den Vorgaben der Regierung.
Bislang mehr als 2.500 Tote im Libanon
Aus libanesischen Sicherheitskreisen hieß es, im Südlibanon habe Israels Armee Orte angegriffen, die als Hochburgen der Hisbollah gelten. Demnach gab es am Nachmittag auch heftige Angriffe der israelischen Luftwaffe in mehreren Orten im Süden des Landes. Berichte über Opfer gab es zunächst nicht.
Insgesamt starben bei den jüngsten Auseinandersetzungen seit Anfang März im Libanon mehr als 2.500 Menschen, wie das Gesundheitsministerium in Beirut mitteilte. Über 7.800 wurden demnach verletzt.
Drohnenangriff der Hisbollah am Morgen
US-Präsident Donald Trump hatte die Feuerpause im Konflikt zwischen Israel und der libanesischen Hisbollah-Miliz vor wenigen Tagen verlängert. Der israelische Ministerpräsident Benjamin Netanjahu wies die Armee kürzlich dennoch dazu an, Ziele der Hisbollah "intensiv" anzugreifen. Die israelische Armee darf sich laut der aktuellen Waffenruhe-Vereinbarung gegen geplante, unmittelbar bevorstehende oder andauernde Angriffe verteidigen, soll aber "offensive" Einsätze gegen Ziele im Libanon unterlassen.
Auch die Hisbollah setzt ihr Angriffe weiter fort. Israel meldete am Morgen etwa erneut einen Drohnenangriff der Miliz auf den Norden des Landes. Dort wurde Raketenalarm ausgelöst./cir/DP/he
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