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Rheinmetall-Aktie: Wenn nicht bald etwas passiert, dann war's das!

Trotz anhaltender geopolitischer Spannungen kämpft die Rheinmetall-Aktie weiter mit Verlusten. Ohne Gegenwehr der Bullen wird es charttechnisch langsam eng.
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Der von Rheinmetall produzierte Schützenpanzer Lynx vor einem ungarischen Werk.
Quelle: - ©Rheinmetall AG
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Rheinmetall kann vom Iran-Krieg einfach nicht profitieren

Nur einen Handelstag nach der spektakulären Kehrtwende am Aktienmarkt, verursacht durch einen Trump-Post, man befinde sich mit dem Iran in "produktiven Gesprächen", dominieren bereits wieder die roten Vorzeichen.

Dabei kommt am Dienstag mit dem deutschen Leitindex DAX einmal mehr auch die Rheinmetall-Aktie unter die Räder. Im Unterschied zu vorherigen geopolitischen Krisen können die Anteile des deutschen Rüstungsprimus bislang nicht von den Kampfhandlungen in der Golfregion profitieren – und dass, obwohl die Düsseldorfer den von iranischen Drohnenangriffen geplagten Anrainerstaaten mit dem Luftverteidigungssystem Skyranger durchaus ein verkaufsfähiges Produkt anzubieten hätten.

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Die nächste Unterstützung wackelt schon

Im vergangenen Monat hat die Rheinmetall-Aktie bereits über 15 Prozent an Wert verloren. Gegenüber dem Allzeithoch bei 2.008 Euro beträgt der Wertverlust am Dienstagnachmittag sogar 27,6 Prozent. Das hat das charttechnische Bild der Aktie erheblich verschlechtert. Weiteres Ungemach ist im Anmarsch, wenn nicht bald ein Konter der Bullen erfolgt.

Rheinmetall-Aktie: Die Verluste werden immer größer ...

Die steile, aus dem Herbst 2024 stammende Aufwärtstrendlinie hat Rheinmetall in den vergangenen Tagen bereits aufgegeben. Damit zeichnet sich immer stärker ab, dass es sich beim Widerstandsbereich zwischen 1.950 und 2.000 Euro um das Top des aktuellen Bullenmarktes der Aktie gehandelt haben könnte.

Nach einer zwischenzeitlichen Stabilisierung des Kursgeschehens im Bereich von 1.650 Euro bestand in den gleitenden Durchschnittslinien die Chance auf ein Golden Cross und damit ein technisches Kaufsignal. Genau dieses wurde nach den jüngsten Verlusten jedoch verpasst, sodass das Death Cross als Verkaufssignal aus dem vergangenen November noch aktiv ist. Das führt aktuell zum Test der Entschlossenheit der Käuferinnen und Käufer im Bereich von 1.500 bis 1.550 Euro, wo ein wichtiger Unterstützungsbereich liegt.

... doch die nächste Verkaufswelle steht schon in den Startlöchern

Wird auch dieser unterschritten, könnte Rheinmetall vor einer Verkaufswelle bis zum nächsten Support bei 1.250 Euro stehen. Ungeachtet der jüngsten Verluste könnte das Papier daher vor einem weiteren Wertverlust von bis zu 20 Prozent stehen.

Für eine solche Entwicklung spricht, dass die technische Indikation äußerst schwach ist. Der Relative-Stärke-Index (RSI) liegt mit unter 30 Punkten im überverkauften Bereich, das spricht zwar gleichzeitig auch für die Möglichkeit eines Rebounds, allerdings hat der Trendstärkeindikator MACD nicht nur seinen Aufwärtstrend der vergangenen Monate aufgegeben, sondern ist noch vor dem Erreichen der Nulllinie wieder unter seine Signallinie gefallen. Das deutet auf einen an Fahrt gewinnenden Abwärtstrend der Aktie hin.

Prozyklische Kaufsignale würden sich dagegen erst ab über 1.750 Euro ergeben, wofür es aktuell jedoch keine technischen Hinweise gibt.

Fazit: Finger weg, bis einer dieser beiden Fälle eintritt!

Die Rheinmetall-Aktie befindet sich nach den Verlusten der vergangenen Wochen inzwischen in allergrößter Not. Wenn sich nicht bald ein paar Käuferinnen und Käufer finden, um das Kursgeschehen oberhalb der Unterstützung von 1.500 Euro zu stabilisieren, droht den Anteilen eine Fortsetzung der Korrektur. Eine übergeordnete Trendwende dürfte in diesem Fall endgültig besiegelt sein – und damit auch ein Bärenmarkt der Aktie.

Da die Unternehmensbewertung im Branchenvergleich nach wie vor nicht attraktiv ist, sollten sich Anlegerinnen und Anleger von der Aktie fern halten. Hier sollte erst wieder zugegriffen werden, wenn sich entweder ein Boden gebildet hat oder das KGV beim branchenüblichen Wert von 25 angekommen ist. Das wäre auf Basis der Gewinnschätzungen für 2026 bei einem Kurs von 900 Euro der Fall.

Autor: ARIVA.DE Redaktion/Max Gross


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