Sensburg schlägt zugleich vor, eine Volksbefragung zu der Frage zu starten, ob auch Frauen verpflichtend eingezogen werden sollten. "Wenn es dafür eine Mehrheit gäbe, wüsste ich nicht, wie sich der Bundestag dem entziehen wollte", sagt er.
Die Wehrpflicht war 2011 ausgesetzt worden, ist aber weiter im Grundgesetz verankert. Sie kann mit einfacher Mehrheit der Regierungskoalition von Union und SPD wieder eingeführt werden. Verteidigungsminister Boris Pistorius schätzt den Bedarf auf 50.000 bis 60.000 zusätzliche Soldaten - derzeit sind es etwas mehr als 180.000.
In ihrem Koalitionsvertrag haben sich Union und SPD auf einen Wehrdienst verständigt, "der zunächst auf Freiwilligkeit basiert". Die Union dringt aber darauf, schnell zu entscheiden, ob die Aufstockung auf Grundlage der Freiwilligkeit möglich ist.
Der Präsident des Deutschen Feuerwehrverbandes, Karl-Heinz Banse, spricht sich dafür aus, mit dem Wehrdienst auch die Ersatzdienste wieder zu aktivieren. "Mein Vorschlag: Wer keinen Dienst an der Waffe leisten möchte, könnte sich beispielsweise verpflichten, bei einer Freiwilligen Feuerwehr mitzumachen", sagte er der "Neuen Osnabrücker Zeitung"./wn/DP/zb
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