Rechenzentrumsboom in Südostasien: Tropisches Klima macht Kühlung zur Herausforderung

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Marina Way, OCBC ATM - Gardens by the Bay (The Canopy), Singapur
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AnzeigeDer Ausbau von Rechenzentren in Südostasien gewinnt erheblich an Dynamik. Vor allem Malaysia, Thailand und Indonesien ziehen Investitionen in neue digitale Infrastruktur an. Gleichzeitig verschärfen hohe Temperaturen und Luftfeuchtigkeit die Anforderungen an die Kühlung. Für Anbieter von Wasseraufbereitungs- und Abwassertechnologien entsteht damit ein wachsender Markt.
Die Nachfrage nach Rechenleistung steigt weltweit. Künstliche Intelligenz, Cloud-Anwendungen und die Digitalisierung der Wirtschaft treiben den Ausbau großer Rechenzentren voran. Südostasien zählt dabei zu den dynamischen Wachstumsregionen. Nach Berechnungen der Internationalen Energieagentur (IEA) dürfte sich der Stromverbrauch von Rechenzentren in der Region bis 2030 gegenüber 2024 mehr als verdoppeln. Auch der Immobiliendienstleister CBRE sieht eine deutliche Verlagerung neuer Investitionen von etablierten Standorten in aufstrebende Märkte Südostasiens. Besonders stark wächst Malaysia. Die Region Johor an der Grenze zu Singapur entwickelt sich zu einem der wichtigsten Rechenzentrumsstandorte Asiens. Laut Cushman & Wakefield erreichte die dortige Projektpipeline einschließlich bestehender Anlagen im ersten Halbjahr 2026 rund 3.100 Megawatt. Auch Thailand holt auf: In Bangkok stieg die im Bau befindliche Kapazität deutlich auf 859 Megawatt. Weitere Investitionen konzentrieren sich auf Indonesien und zunehmend Vietnam. Während Singapur weiterhin als etablierter Technologiestandort gilt, begrenzen dort die Verfügbarkeit von Flächen und Energie den weiteren Ausbau. Tropisches Klima erhöht den Kühlaufwand Mit dem Wachstum der Rechenzentren steigen die Anforderungen an die Kühltechnik. Anders als in gemäßigten Klimazonen herrschen in Südostasien ganzjährig hohe Temperaturen und häufig eine hohe Luftfeuchtigkeit. Dadurch lassen sich natürliche Kühlverfahren, die beispielsweise in Nordeuropa von niedrigen Außentemperaturen profitieren, nur eingeschränkt nutzen. Stattdessen müssen Betreiber häufig auf energieintensive technische Kühlsysteme zurückgreifen. Nach Angaben der singapurischen Digitalbehörde IMDA kann die Kühlung bis zu 40 Prozent des gesamten Energieverbrauchs eines Rechenzentrums ausmachen.
Der Energiebedarf ist allerdings nur ein Teil der Herausforderung. Bei wasserbasierten Kühlsystemen spielt auch die Verfügbarkeit geeigneten Kühlwassers eine wichtige Rolle. In offenen Kühltürmen verdunstet ein Teil des Wassers, während sich Salze und andere Inhaltsstoffe im verbleibenden Kreislauf anreichern. Um Ablagerungen, Korrosion und mikrobiologische Belastungen zu begrenzen, muss regelmäßig Wasser ausgetauscht und aufbereitet werden. Gerade in Regionen mit angespannten Wasserressourcen gewinnen deshalb wassersparende Verfahren und die Wiederverwendung von aufbereitetem Wasser an Bedeutung. Wasser- und Energieeffizienz werden somit zum Standortfaktor Wie stark sich die Anforderungen verändern, zeigt Singapur. Der Stadtstaat hat spezielle Standards für den energieeffizienten Betrieb von Rechenzentren unter tropischen Bedingungen entwickelt. Dazu gehört die schrittweise Anhebung der Betriebstemperaturen auf 26 Grad Celsius und mehr. Nach Angaben der IMDA können Betreiber je zusätzlichem Grad zwei bis fünf Prozent Kühlenergie einsparen. Im August 2026 wurde zudem ein eigener Standard für Flüssigkeitskühlung in tropischen Rechenzentren eingeführt. Auch in Malaysia rücken Ressourcenfragen stärker in den Mittelpunkt. Eine Untersuchung des singapurischen Forschungsinstituts ISEAS zeigt, dass der rasante Ausbau insbesondere in Johor erhebliche Anforderungen an die Energie- und Wasserversorgung stellt. Die Studie fordert eine stärkere Berücksichtigung der Umweltfolgen und der Infrastrukturkosten. Damit werden effiziente Kühlsysteme, Wasseraufbereitung und die Reduzierung des Frischwasserverbrauchs zunehmend zu wichtigen Kriterien für neue Rechenzentrumsprojekte. Neue Perspektiven für die Wassertechnik Von dieser Entwicklung können Unternehmen profitieren, die auf industrielle Wasseraufbereitung und Abwasserbehandlung spezialisiert sind. Besonders bei wasserbasierten Kühlsystemen besteht Bedarf an Technologien zur Aufbereitung des Speisewassers, zur Kontrolle der Wasserqualität und zur Behandlung des anfallenden Abschlämmwassers. Membranfiltration und andere Aufbereitungsverfahren können dazu beitragen, Wasser mehrfach zu nutzen und den Bedarf an Frischwasser zu reduzieren. Welche Lösungen wirtschaftlich sinnvoll sind, hängt allerdings vom jeweiligen Kühlsystem und den lokalen Wasserbedingungen ab. Für De.mem bietet die Präsenz in Singapur einen strategischen Vorteil bei der Erschließung des südostasiatischen Rechenzentrumsmarktes. Der Stadtstaat zählt zu den führenden Technologie- und Rechenzentrumsstandorten Asiens und bildet zugleich ein wichtiges wirtschaftliches Drehkreuz für die gesamte Region. Insbesondere das benachbarte Malaysia entwickelt sich mit dem Rechenzentrumscluster Johor zu einem bedeutenden Wachstumsmarkt. De.mem verfügt in Singapur bereits über eine eigene Membranproduktion und ist damit technologisch und geografisch nahe an wichtigen potenziellen Kunden. Auch beobachtet das australische Wassertechnologieunternehmen De.mem den Markt in Süd-Ost-Asien und will dort mittelfristig Chancen nutzen. Das Unternehmen verfügt über Kompetenzen in der Membranfiltration, industriellen Wasseraufbereitung und Behandlung von Prozesswasser. Darüber hinaus ist De.mem auch im Bereich der Kühlwasserbehandlung tätig und bietet zusätzlich Dienstleistungen und Chemikalien für den laufenden Betrieb von Kühlsystemen an. Das Unternehmen könnte damit insbesondere von der steigenden Nachfrage nach effizientem Kühlwassermanagement, Wasserrecycling und dezentralen Aufbereitungslösungen profitieren. Der Rechenzentrumsboom in Südostasien eröffnet dafür einen potenziellen zusätzlichen Absatzmarkt. Strategischer Standortvorteil in Südostasien Die regionale Präsenz erleichtert die Zusammenarbeit mit Anlagenbauern und Betreibern, verkürzt Transportwege und schafft Voraussetzungen für eine schnelle technische Betreuung, so De.mem-Firmenchef Andreas Kröll. Mit seinen modularen Wasseraufbereitungssystemen und seiner Erfahrung in der industriellen Kühlwasserbehandlung ist De.mem somit gut positioniert, um vom steigenden Bedarf an effizienter Wassertechnik in südostasiatischen Rechenzentren zu profitieren. Möchten Sie auf dem Laufenden gehalten werden über interessante Nebenwerte-Aktien oder De.mem? Dann lassen Sie sich in unseren kostenlosen Verteiler eintragen mit dem Stichwort: Nebenwerte und/oder De.mem. Einfach per E-Mail an Eva Reuter: e_reuter@dr-reuter.eu De.mem
ISIN: AU000000DEM4
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Land: Australien
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