WEIDEN (dpa-AFX) - Wegen illegaler Mülltransporte ins Ausland wird dem ehemaligen Geschäftsführer einer Entsorgungsfirma aus der Oberpfalz der Prozess gemacht. Dem 43-Jährigen sowie einem 57 Jahre alten mitangeklagten Mitarbeiter werden gemeinschaftliche illegale Verbringung von nicht gefährlichen Abfällen in 39 Fällen sowie von gefährlichen Abfällen in zwei Fällen vorgeworfen. Der Prozess vor dem Landgericht Weiden beginnt am Donnerstag (09.00 Uhr). Das Urteil könnte im September gesprochen werden.
Für dich zusammengefasst:
Der Prozess um illegale Müllexporte beginnt am Donnerstag.
Ein Ex-Geschäftsführer und ein Mitarbeiter sind angeklagt.
Bayerische Behörden holten 600 Tonnen Müll aus Tschechien zurück.
Der Anklage nach soll die Entsorgungsfirma seit 2024 immer wieder Abfälle über die deutsche Grenze nach Tschechien und Polen gebracht haben. Der Geschäftsführer der Firma mit Sitz in Weiden und einer Betriebsstätte im Landkreis Schwandorf sowie der 57-jährige Mitarbeiter einer tschechischen Niederlassung sollen beharrlich und gewinnsüchtig gehandelt haben, so die Staatsanwaltschaft.
Weitere Vorwürfe gegen Ex-Firmenchef
Dem Ex-Geschäftsführer werden zudem vorsätzliche illegale Verbringung von gefährlichen Abfällen in dreizehn weiteren Fällen, vorsätzliches unerlaubtes Betreiben von Anlagen, gefährliche Körperverletzung und Urkundenfälschung vorgeworfen.
Die Vorwürfe stehen laut Justizsprecher unter anderem im Zusammenhang mit einer Recycling-Anlage für Batterien, die undicht gewesen sein soll. Der 43-Jährige soll die Anlage nicht abgeschaltet und dadurch in Kauf genommen haben, dass seine Mitarbeiter gesundheitsgefährdende Stoffe einatmeten, so die Anklagebehörde.
Für das Verfahren sind etwa 40 Zeugen und Sachverständige geladen, darunter Mitarbeiter des Abfallentsorgungsunternehmens, Vertreter der staatlichen Aufsichtsbehörden sowie deutsche und tschechische Ermittlungsbeamte.
Freistaat ließ Müll zurückholen
Bayerische Behörden hatten rund 600 Tonnen Müll aus Tschechien zurückholen lassen, darunter glas- beziehungsweise carbonfaserverstärkter Kunststoff und Teile von Lithium-Ionen-Batterien. Die Abfälle seien zu einem Großteil in Bayern direkt entsorgt worden, teilte eine Sprecherin der Regierung der Oberpfalz mit. Es seien rund 600.000 Euro für Transport und Entsorgung der Abfälle sowie für Baustelleneinrichtung und Ingenieurleistungen angefallen./fuw/DP/stw
Hinweis:
ARIVA.DE veröffentlicht in dieser Rubrik Analysen, Kolumnen und Nachrichten aus verschiedenen Quellen.
Die ARIVA.DE AG ist nicht verantwortlich für Inhalte, die erkennbar von Dritten in den „News“-Bereich
dieser Webseite eingestellt worden sind, und macht sich diese nicht zu Eigen. Diese Inhalte sind insbesondere durch
eine entsprechende „von“-Kennzeichnung unterhalb der Artikelüberschrift und/oder durch den Link
„Um den vollständigen Artikel zu lesen, klicken Sie bitte hier.“ erkennbar; verantwortlich für
diese Inhalte ist allein der genannte Dritte.