"In der Diplomatie ist nicht nur der Inhalt, sondern auch der Zeitpunkt einer Äußerung wichtig. Das hat Nato-Generalsekretär Mark Rutte wohl nicht bedacht. Während Europa darum ringt, dass seine Ablehnungsfront gegenüber den Territorialansprüchen von Wladimir Putin bei dessen baldigem Treffen mit Donald Trump in Alaska berücksichtigt wird, gibt Rutte ohne Not Gelände preis. Wenn man die russische Kontrolle über eroberte ukrainische Gebiete faktisch anerkennt, ist das die Vorstufe auch einer völkerrechtlichen Billigung. Einen größeren Gefallen kann man Putin also nicht tun.
Hinzu kommt, dass dieser Alleingang mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj kaum abgestimmt sein dürfte. Ob der in Alaska überhaupt angehört wird, ist nicht ausgemacht. Für Europa ist jedenfalls nicht einmal ein Katzentisch reserviert, weil es ihm an Macht und Militär fehlt. Solange das so bleibt, wird man mit ihm Schlitten fahren. Trump hat es mit den neuesten Zöllen gegen die EU bereits getan."/yyzz/DP/men
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