Der Besuch des syrischen Übergangsstaatschefs in Berlin wirft Fragen auf. Mit der neuen Führung in Damaskus zu sprechen, ist notwendig. Diplomatie heißt auch, mit schwierigen Partnern zu reden. Doch der Empfang mit militärischen Ehren setzt ein falsches Signal. Denn die versprochenen Garantien für Minderheiten bleiben bislang weitgehend leere Worte. Berichte über Gewalt gegen Christen, Druck auf Kurden und Klagen anderer Minderheiten zeigen, wie brüchig diese Zusagen sind. Ebenso verkürzt ist es, die Debatte auf Abschiebungen zu reduzieren. Straftäter können ihr Aufenthaltsrecht verlieren. Doch die Mehrheit der Syrer in Deutschland arbeitet, zahlt Steuern und trägt zum Alltag dieses Landes bei. Dialog ist notwendig - aber ohne Illusionen. Wer international Anerkennung sucht, muss im eigenen Land Menschenrechte schützen. Und wer Stabilität will, muss klare Bedingungen setzen, Druck auf die Machthaber aufbauen und so eine Perspektive für den Wiederaufbau Syriens schaffen./yyzz/DP/zb
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